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Dienstag, 21. September 2021

The Blouse von The Avid Seamstress, No. 1

[Dieser Beitrag enthält unbeauftragte Werbung wegen Marken- und Quellen-Nennung

Meine 2-Wochen-Bluse ist endlich fertig. Ziemlich lange für eine Bluse und es war nicht meine erste! Fast jeden Tag und immer nur ein paar Minuten im späten Feierabend konnte ich für dieses Blüschen opfern. Man entwickelt dabei eine ganz besondere Beziehung zum Kleidungsstück, anders, als wenn alles ganz schnell von der Hand geht.


Ehrlich gestanden gibt es diese Bluse nur, weil meine Freundin mich gefragt hat, ob ich ihr aus einem bestimmten Schnittmuster eine Bluse zaubern könnte. Bevor ich ihren tollen Stoff vernähen wollte, habe ich aus einer gut abgelagerten Viskose eine Probebluse genäht.
 

Es handelt sich um das Schnittmuster The Blouse von The Avid Seamstress und es war mein erstes englisches Schnittmuster für Bekleidung - soweit ich mich erinnern kann. War alles gar kein Problem, man gibt sich viel Mühe mit Erklärungen und besonderen Tipps. Wenn man nicht gerade frisch angefangen hat, sollte das in gut abgesteckten Schritten alles machbar sein.

Natürlich schon mit Komfort-Sitzfalten ;o))

Nur am kleinen Kragen hatte ich etwas Mühe, weil sich dieser vorgebügelt besser verarbeiten lässt. Das habe ich bei der Bluse für meine Freundin natürlich anders gemacht. Dazu mehr in einem anderen Beitrag.


Passformmäßig gibt es nichts zu beanstanden. Die Bluse fällt locker und hat tatsächlich keine Abnäher nötig. Für Leute wie mich, die es am Hals nicht so eng mögen, lässt sich die Bluse ja etwas aufgeknöpft tragen. Auch mit den Ärmeln kann man noch etwas spielen. Zum Beispiel einfach ohne Gummiband tragen. Dann hätte man allerdings das typische Jacken-anzieh-Dilemma mit den hochgeschobenen Ärmeln. Das passiert mit Gummiband kaum bis gar nicht.

 
Mein musikalisches Blüschen habe ich gestern schon zur Arbeit und abends zu einer Geburtstagsfeier getragen. Man ist damit einfach immer gut angezogen, finde ich ;o)


Schnittmuster: The Blouse in Gr. 5 von The Avid Seamstress
Stoff: 1,8 m Viskose (gut abgelagert), Vlieseline H180 und Knöpfe aus dem örtlichen Stoffladen



Mittwoch, 4. August 2021

Meine Wunsch-Bluse

[Dieser Beitrag enthält unbeauftragte Werbung wegen Marken- und Quellen-Nennung]

Nach meinen beiden Blusen-Experimenten (in Rosa und in Blau ) konnte ich endlich die finale Version aus meinem extra in England nachgekauftem Stoff aus der Stoff-Serie Ebb and flow von Janet Clare nähen. Den ersten halben Meter hatte ich mir ja eigentlich für ein Patchwork-Projekt gekauft. Der war so schön, dass ich diesen Stoff lieber für eine Bluse als für die Rückseite eines Tischläufers verwenden wollte. Mein Blog-Name kommt schließlich nicht von ungefähr ;o))

 
Der Stoff liegt also schon eine Weile und mittlerweile gibt es eine neue Kollektion. Und auch diese inspiriert mich sehr. Zurück zur Bluse. Nach zwei Probemodellen, bin ich beim Schnitt der blauen Bluse geblieben, habe die Belege für den Halsausschnitt breiter zugeschnitten und die Ärmelenden zweimal umgeschlagen abgesteppt sowie vor dem endgültigen Zunähen ein 4 cm breites Gummiband eingezogen.




Die Mittelnaht habe ich farbneutral abgesteppt. Außerdem dient sie mir so wunderbar für das Annähen des Beleges innen, so dass dieser an Ort und Stelle bleibt. Auch der Saum ist zweimal eingeschlagen und somit sehr sauber und schick in der Innenansicht.


Es gab wieder Mittagspausen-Fotos von meiner lieben Kollegin. Die letzten Tage war es draußen entweder zu nass, zu dunkel oder zu windig. Die Bluse ist bei dem nicht wirklich warmen, aber auch nicht wirklich kalten Wetter genau das richtige Kleidungsstück.

Jetzt muss ich erstmal ein bisschen was aus elastischen Stoffen nähen. Bei mir ist letzte Woche eine Coverlock eingezogen ;oD


Schnitt: Eigenexperiment
Stoff: Baumwolle Woven texture ocean aus der Serie Ebb and flow von Moda / Janet Clare (über etsy, hier ähnlich in Dunkelblau, hier ähnlich in Mittelblau (wohl schon ziemlich genau passend), hier ähnlich in Hellblau)

Verlinkt beim Me Made Mittwoch im August und bei der Modewerkstatt.


Mittwoch, 7. Juli 2021

Blusen-Experiment 2.0

Mit meinem Blusen-Experiment und dem Versuch, einen Blusenschnitt selbst zu zeichnen, bin ich fortgefahren. Bei meinem letzten Ergebnis in Rosa war mir die Weite noch etwas zu schmal. Ebenso die Ärmel könnten mehr Weite vertragen und außerdem habe ich die Ärmel an dieser Bluse 2.0 schon mit breiten Bündchen abschließen können, da ich die Armlänge lang genug gezeichnet hatte.


Das extra breite Gummiband hatte ich mir schon vor Monaten, als die Idee aufkam, besorgt. Man weiß ja nie, wann man wirklich zum Nähen kommt ;o) Auch für diese Bluse musste ein Bettlaken daran glauben. Wieder mit Leinen-Anteil. Knittert zwar auch, hat aber Charakter, finde ich.


Die Weite habe ich also vergrößert, die Armlinie geht jetzt einfach horizontal vom Halsansatz aus bis zur Außenkante des Bündchens. Das sorgt für reichlich Weite und auch die typischen Falten zwischen Arm und Körper. Auf die Mittelnaht möchte ich gar nicht mehr verzichten, obwohl ich kurz darüber nachgedacht hatte... Der Vorteil besteht ja darin, die Halsbelege in der Nahtzugabe auf der Innenseite zu befestigen, dass sie auch auf gar keinen Fall rausrutschen können. Mir gefällt da zum Beispiel der cleane Ausschnitt total gut. Aber wahrscheinlich sucht man ohnehin immer das etwas Andere.


Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Der Stoff ist super sommertauglich, und die Weite sorgt für tolle Belüftung, gerade bei der aktuellen Wetterlage. Nicht wirklich heiß, aber dafür drückend, so dass man auch hier gut ins Schwitzen kommt. Meine liebe Kollegin hat mich in der gestrigen Mittagspause wieder als Fotografin unterstützt. Das ist wirklich Gold wert ;o))


Das war nun das zweite Experiment zur Wunsch-Bluse. Der Lieblingsstoff ist bereits angeschnitten für Nr. 3. Der Stoff ist aus leichter Baumwolle. Wird sicherlich etwas lockerer fallen dann. Ich bin schon sehr gespannt!


Schnitt: Eigenexperiment
Stoff: Bettlaken aus einem Leinengemisch *UPCYCLING*UPCYCLING*UPCYCLING*


Verlinkt beim Me Made Mittwoch im Juli und auch bei der
Modewerkstatt.

Mittwoch, 2. Juni 2021

Ein Experiment: Rosa Bettlaken wird Bluse

Schon lange war ich verschossen in ein gewisses Oberteil einer skandinavischen Schnittmuster-Linie. Das bin ich noch. Aber es hatte sich mit der Zeit der Bewunderung auch ein gewisser Ehrgeiz entwickelt, sich selbst mal wieder an einem Schnitt zu versuchen, der nicht allzu kompliziert erscheint. Das erste Ergebnis seht Ihr jetzt:


Mit einem rosa Bettlaken, das in unserer Familie quasi vererbt wurde, habe ich mir einen Schnitt erarbeitet, der dem Bewunderungsobjekt nahe kommen sollte. Dazu habe ich eine mir gut passende Bluse im Bruch auf das ebenfalls im Bruch liegende Bettlaken gelegt und mir die Weite und den Halsausschnitt übertragen. Hier habe ich, ganz deutlich zu sehen, die Ärmel im leichten Winkel schräg nach unten gezeichnet. Meine Blusenvorlage hatte nur überschnittene Schultern, von daher musste ich es einfach erst einmal so versuchen.


Natürlich habe ich die Schnittteile erst einmal nur geheftet, weil ich dachte, da muss vielleicht noch Stoff in der Weite weg. Aber nein, war super so. Den Halsausschnitt, der bei der Vorlagen-Bluse nur mit einem Schrägbandstreifen eingefasst war, wollte ich hier mit einem Beleg nähen. Dafür habe ich mir einen 4,5 cm breiten Belegstreifen für Vorder- und Rückenteil heraus gezeichnet, ausgeschnitten, unten mit der Overlock versäubert und dann im Ausschnitt angenäht. Den Beleg und die Nahtzugabe habe ich dann noch einmal zusammen gesteppt.


Hier war ich erst skeptisch, ob mir die Mittelnaht im Vorder- und Rückenteil auch wirklich gefallen könnte. Das tut sie. Und sie ist obendrein noch ungeheuer praktisch, da ich dort meine Belege mit der Hand zusätzlich gegen das Raushüpfen aus dem Ausschnitt mit der Hand quasi unsichtbar annähen konnte. Bei dieser Bluse hatte ich für die Overlock nur den Nähfaden in gleicher Farbe gewechselt und den Rest ist im eingefädelten sonnigen Grau gelassen. Meiner Freundin hat bei der ersten Präsentation der Bluse diese dunkle Ovi-Naht so gefallen, dass sie regelrecht enttäuscht war, als ich meinte, nein, das gehört nach innen :o))


Da ich bei der Bluse aber merkte, dass die Ärmel nicht so schön weit fallen, wie im originalen Schnitt, habe ich die Bluse erst einmal beiseite gelegt und mit einem zweiten (blauen!) Bettlaken den Schnitt verändert und genäht. Dort habe ich dann das vorgesehene breite Gummiband eingenäht, das dann natürlich aufgebraucht war. Bei Experiment No. 1 habe ich mir überlegt, dass ich die Ärmelenden einfach als Rüsche gestalte. Dafür habe ich mir die Ärmelweite ausgemessen und einen 10 cm breiten Stoffsteifen in doppelter Länge und einen in 1,5-facher Länge zugeschnitten, auf der langen Seite in den Bruch gelegt und auf die gemessene Ärmelweite eingekräuselt. Beide Rüschen angenäht und Tochter und Freundin entscheiden lassen, welcher Zustand sich am besten macht. Die Entscheidung fiel unentschieden aus und ich habe mich für die weniger starke Rüsche (links im Bild) entschieden und die andere Ärmelrüsche wieder abgetrennt, gekürzt, neu eingekräuselt und wieder angenäht.




Heute habe ich tagesaktuell mein "rosa Wölkchen" gleich zur Arbeit ausgeführt und meine allerliebste Kollegin und Haus- und Hof-Fotografin hat sich mit mir im Treppenhaus für ein Pausen-Fotoshooting getroffen. Fühlte sich furchtbar verboten an, sich dort so ohne Mundschutz aufzuhalten. Aber es kam keiner vorbei ;o))


Demnächst zeige ich dann mein zweites Schnittexperiment in Blau mit den "richtigen" Ärmeln. Da hab ich erstmal noch ein Date mit dem Bügeltisch.

Schnitt: Eigenexperiment
Stoff: Bettlaken aus einem Leinengemisch *UPCYCLING*UPCYCLING*UPCYCLING*



Verlinkt beim Me Made Mittwoch im Juni und auch bei der Modewerkstatt.

Dienstag, 25. Februar 2020

Bluse Jubah, die zweite - wieder Musselin

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Ich bin nach zwei Jahren zum Wiederholungstäter geworden und habe die Bluse Jubah von Leni Pepunkt neu aufgelegt. Wieder aus Musselin, aber diesmal nicht aus Double Gauze, sondern wintertauglich aus Triple Gauze. Genauso leicht, genauso kuschelig, aber etwas weniger fließend, was ja zu erwarten war bei drei Lagen Stoff.


Da Jubah ja sehr weit fällt, merke ich auch hier wieder, dass sich ab einer bestimmten Oberweite Brustabnäher trotzdem gut machen würden, dann fällt das Ganze etwas weniger, na sagen wir mal kastig ;o))


Den Ausschnitt habe ich nicht mit Knopfleiste und Steg versehen, sondern in Wunschgröße rund ausgeschnitten und mit Schrägband eingefasst. Der Schnitt fällt weit genug, so dass man beim Anziehen gar keine Probleme hat.


Die Qual der Wahl gab es dann wieder beim Knöpfe aussuchen. Aber letzten Endes passt halt alles doch zusammen. Einer schlankeren Person steht diese Bluse so übrigens viel besser als mir. Ich versuche es dann beim nächsten Mal mit Abnähern.

 
Schnitt: Bluse Jubah von Leni Pepunkt, genäht in Gr. 42
Stoff: Musselin Triple Gauze in Brombeere von Stoffe Hemmers, Knöpfe aus dem örtlichen Stoffladen

Rückendetail Bewegungsfalte mit Passe darüber

Verlinkt zu anderen ideenreichen Dienstags-Kreationen: Handmade on Tuesday, Creadienstag und Dings vom Dienstag und bei der Modewerkstatt.

Dienstag, 2. Juli 2019

Mein Mädesüß fürs Mädel süß...

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Die für mich wunderschönste und luftigste Art eine Bluse zu tragen ist wohl die Tunika Mädesüß. In den Schnitt habe ich mich sofort verliebt, als er bei Firlefanz veröffentlicht wurde. Ein ähnliches Top aus Baumwolljersey (gekauft) habe ich in meinem Kleiderschrank und liebe es ebenfalls. Meins hat unten noch ein Bündchen und erzeugt dadurch noch einen Ballon-Effekt. Aber bei Mädesüß ist das eigentlich nicht vorgesehen. Ginge aber bestimmt bei dem richtigen Stoff auch.


Da mein Tochterkind schon so groß ist, musste ich schon zur größten Größe greifen. An sich wollte ich gern die Tunika-Länge nähen, aber der Stoff war leider schon etwas früher zu Ende und deswegen entschloss ich mich, aus dem Passe-Stoff unten eine Blende anzusetzen. Den Blenden-Streifen (quasi das untere abgeschnittene Stück vom Schnittmuster) schnitt ich gleich vier Mal zu, denn so habe ich ihn unten als Beleg auch für die linke Seite für einen schönen Abschluss verwenden können.



Auch von der Weite habe ich ca. 8 cm je komplettes Vorder- und Rückenteil reduziert, das fällt aber in keinster Weise auf. Unter dem Arm hatte ich noch genug Stoff und habe die Weite vom Schnittmuster von 164 oben auf 152 ganz unten einstellen müssen.


Die Passe habe ich auch vier Mal zugeschnitten und gedoppelt genäht. Dazu gab es Kappärmel, ebenfalls gedoppelt. Da der Hauptstoff komplett von Vorder- und Rückenteil "aufgefressen" war, habe ich das Schrägband für das Versäubern des unteren Armausschnittes aus dem Passe-Stoff geschnitten. Die Länge reichte zwar auch nicht aus, aber ich habe mir das Schrägband einfach im rechten Winkel aufeinander gelegt und im 45° Winkel aneinander genäht. (Wer genau wissen will, wie das geht, kann das sicher nach "Verlängern von Schrägband" googeln.)



Die Anleitung ist ausführlich und gut bebildert. Die vielen möglichen Varianten sind gut beschrieben. Hier werden auch Nähanfänger voll auf ihre Kosten kommen. Das einzige, was mir auf die Füße gefallen ist, war der fehlende Hinweis für die gedoppelte Passe, dass die oberen und unteren 2 cm bei der Armnaht offen bleiben müssen, wenn man Vorder- und Rückenteil sauber einfassen möchte. Hätte ich mir zwar auch denken können, aber der Nahttrenner muss halt auch seine Daseinsberechtigung bekommen.




Das Nähen meines ersten Mädesüß hat viel Spaß gemacht und auch die Trägerin ist sehr angetan vom luftigen Top. Sie erwägt, es evtl. sogar noch mit einem kleinen Gürtelchen zu tragen.


Die Hals- und Armausschnitte sind genau richtig groß, die nach innen fallenden Schultern verhindern das Runterrutschen der Ärmel (was bei meinem Jersey-Top leider nicht berücksichtigt wurde). Für das nächste Mädesüß halte ich die Augen weit offen nach neuen Stöffchen, denn der Sommer kommt ja erst noch!


Schnitt: Mädesüß von Firlefanz, genäht in Gr. 164 in Tunikalänge mit Kappärmeln
Stoff: Baumwoll-Webware (Popeline?) mit Meerestieren und Seesternen aus dem örtlichen Stoffladen, gekauft im letzten Herbst und leider, leider ohne Herstellerangabe...


Wer den Stoff kennt bzw. den Hersteller kann sich gern in den Kommentaren verewigen. Da gibt es sicher Interessenten für. Ich selbst wäre auch nicht abgeneigt...


Verlinkt bei Handmade on Tuesday, Creadienstag, Made4Girls by Sewing-Elch  und Kiddikram/Lunaju sowie beim Dings vom Dienstag.

Mittwoch, 6. Februar 2019

Blusenkleid in Rosa, Mein Irenes Kleid

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Den heutigen Me Made Mittwoch feiere ich mit meinem Irenes Kleid, welches ich im Dezember zu meinem Geburtstag mehr oder weniger spontan genäht habe.


Für das Blusenkleid Irenes Kleid hatte ich bereits im letzten Frühjahr rosafarbenen Baumwoll-Chambray gekauft. Gelb oder senffarben wäre auch megaklasse, aber mich zog es zu dem Zeitpunkt in Richtung Rosa. Spontan genäht (nach gerade 7 Monaten *hüstel*), weil ich mir zum Geburtstag eine Motto-Party gewünscht habe und jeder ein bisschen "Flamingo" sein sollte. Wenn nicht jetzt, wann dann, he?!

Hmmmm... Taschen! Wie praktisch! <3

Zurück zum Thema. Das Kleidchen habe ich in einer Woche immer abends nach der Kinderbettgehzeit genäht. Allerdings hat das Abpausen des Schnittes und die Zugabe der Nahtzugaben auch zwei Abende eingenommen. Für die Anpassung und Erprobung der Oberweite ist ein Musterstück aus alten, feinen, glatten Tischtüchern entstanden. Das wird später noch zu Ende gearbeitet und vermutlich dunkelblau eingefärbt.


Die Anleitung von Lotte und Ludwig ist ja wirklich ein Traum! So viel Liebe und Herzblut sieht man selten so deutlich. Da lass ich gern mal ein Lobgesang da. Allein das Nähen der Knopfschlaufen erschien mir damals noch als ungeheure Hürde...

Hinten mit Bewegungsfalte

Aber dank der tollen Anleitung konnte ich ohne Angst das Oberteil verlängern (bei mir 3 cm vorn und 2,25 cm hinten). Und es ist auch ein entscheidender Knoten für das Legen von Rockfalten geplatzt. Endlich! Den Rock habe ich nicht gekräuselt, weil mir das dann in Verbindung mit dem rosa Grundton doch zu mädchenhaft vorkam. Es sollten je 5 Kellerfalten werden, die in meiner Vorstellung etwas erwachsener wirken sollten. Allerdings habe ich die Innen-Naht zum Oberteil hin noch nicht versäubert, falls ich mir das noch anders überlege und alles wieder auftrenne...

Ein traumhafter Ärmelabschluss...

Das Oberteil muss noch ein bisschen auf eine bessere Passform eingespielt werden, da ist noch Verbesserungspotential vorhanden. Die Knopfschlaufen und die Verarbeitung der Ärmelabschlusse haben mich zwar viel Schweiß gekostet, aber sind mir gut gelungen, wie ich finde. Eine Arbeit mit Hingabe, wenn man alle Details selbst erschaffen kann!


Ohne das Gürtelband-Dingens würde ich das Kleid allerdings nicht tragen wollen. Das schaut bei mir nicht so adrett aus. Liegt an den Proportionen, behaupte ich mal. Wenn ich einen richtigen Gürtel in einer passenden Farbe finde, dann gern auch damit. Mit einer schönen Bindetechnik mache ich mich noch vertraut ;o)) Am Kleid angenäht ist der Gürtel übrigens nicht.


Natürlich darf - wie bei meinen anderen Blusen auch - der Ersatzknopf auf einem Stückchen Reststoff nicht fehlen. Der wird jetzt noch auf die Nahtzugabe der inneren Rocknaht genäht.


Schnitt: Irenes Kleid von Lotte und Ludwig, genäht in Gr. 44, mit Anpassungen (siehe Text)
Stoff: 2,9 m leichter Baumwoll-Chambray Dina rosa (105 gr/m²)
Knöpfe: aus dem örtlichen Stoffladen

Mein besonderer Dank an dieser Stelle geht an meine Nachbarin, die mir ihre wunderschön dekorierte Terrasse an einem sonnigen Winternachmittag für Fotozwecke zur Verfügung gestellt hat <3


Verlinkt beim Me Made Mittwoch zu anderen Sahnestücken aus der Nähszene.