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Dienstag, 9. Juli 2019

Jumpsuit Julika für mein großes Mädchen

Dieser Beitrag enthält unbeauftragte Werbung wegen Marken- und Quellen-Nennung

Selbst genähte Urlaubsgarderobe gehört mittlerweile schon zum üblichen Prozedere vor Reiseantritt... Diesmal fiel dem Tochterkind auf, dass ihr aktueller (gekaufter) Jumpsuit ja viel zu klein geworden ist. Ja, vier Größen weiter macht es schon Sinn, hier mal die Nadel anzusetzen.


An Reststoffen gab es zwei zur Auswahl und ich bestand auf Rosa! Wer weiß, wie lange sie das noch tragen kann, darf oder will. Schließlich ist gerade die Grundschule abgeschlossen worden und da weiß man ja nicht, was an der nächsten Schule so getragen werden darf. Es ist natürlich nicht so, dass ich meine Tochter mit einem kurzen Jumpsuit in die Schule schicken würde!


Die Julika von Prülla lag noch auf der Festplatte. Da hatte ich vor zwei Jahren für mich nur eine kurze Hose draus genäht und sonst nix. Wird ja auch Zeit.


Den geteilten Rücken habe ich mit einer elastischen Paspel verziert und auch den Tascheneingriff vorn. Den oberen Rückenteil habe ich noch ca. 2 cm unten zusammen genäht bevor ich die Kanten umgeschlagen abgesteppt habe. Das stand so nicht in der Anleitung, aber ich meine, das an den Bildern der Designbeispiele so gesehen zu haben. Am Schnittmuster ist sogar ein Passzeichen dafür vorhanden.




Frustrierend war mal wieder, dass die Ösen nicht gehalten haben. Meine aufgebügelten Wonderdots halten einfach nicht. Bisher hatte ich nur gute Ergebnisse mit unterlegtem SnapPap. Deshalb findet ihr hier Bilder mit und ohne Öse. Im Urlaub reparieren ist immer etwas schlecht... Allerdings half mir ein Tipp von Daniela und ich konnte den Schaden mit meinem Hotel-Nähset, das ich sowieso immer mit mir rumdschleppe aus der Patsche!


Da Oberteil finde ich noch etwas zu lang geraten, obwohl ich schon die kürzere Version zugeschnitten habe. Das stört aber nicht wirklich. Mein Tochterkind ist glücklich und trägt den Jumpi gern bei Sonne und Wind und auch sonst zu allen Lebenslagen ;-)

Schnitt: Jumpsuit Julika von Prülla, Größe 34, Kurzversion
Stoff: Jersey Daisy Dora von Hamburger Liebe, guter Lagerstoff ;o) Paspel und Kordel aus dem städtischen Stoffladen, Ösen von Snaply

Mittwoch, 20. Juni 2018

Jumpsuit Joy bringt Freude

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Vorletztes Jahr habe ich den Jumpsuit Joy von Pattydoo schon einmal für mich genäht. Passend zum Me Made Mittwoch-Sonderthema im Juni konnte ich mich wieder an diesem Schnitt versuchen. Glücklicherweise habe ich mich aufdrängen können wurde ich gefragt, einen schwarzen Jumpsuit zu nähen. Dieser sollte sowohl Freizeit-tauglich als auch schick fürs Büro zu tragen sein.

Die Stoffwahl war schnell gelöst: schwarzer Viskosejersey mit einem Elasthan-Anteil von 5% kam in den Einkaufskorb und drei Tage später saß ich mit dem gewaschenen Stoff an der Nähmaschine.



Ein paar Anpassungen auf die zukünftige Trägerin habe ich vorgenommen. Das Oberteil habe ich um 3 cm verlängert, die Hosenbeine um ganze 8 cm. Außerdem kam der Tropfen-Ausschnitt wunschgemäß nicht in das Rückenteil, sondern nach vorn. Die Größe des Ausschnittes habe ich individuell festgelegt und diesen dann mit einem 2,5 cm breiten Jerseystreifen eingefasst. Hier habe ich die Nahtzugabe nach der ersten Naht auf 0,4 cm zurück geschnitten und den Streifen dann umgelegt. Diese Art der Versäuberung beginne ich seit meiner Frau Ilvie-Bluse immer von der linken Seite. Denn ich habe oft Probleme, die Rückseite mit zu fassen, wenn ich zuerst den Einfass-Streifen von der rechten Seite annähe, umschlage und dann feststeppe. Anders herum schaut es immer sauber und annähernd perfekt aus.


Der gesamte Ausschnitt ist anschließend mit einem weiteren Jerseystreifen versäubert worden, wobei der Beleg dann nach innen geschlagen und anschließend festgesteppt worden ist. Dabei habe ich gleich die Knopfschlaufe mit eingefasst. Hier muss noch ein schöner BlingBling-Knopf gefunden werden. Meiner ist nur einfach schwarz und auch zu klein, etwas anderes gab mein Knopf-Schatz gerade nicht her ;o)


An den Beinsäumen, genau gesagt an den Fußbündchen habe ich das Gummiband auf Wunsch meiner Freundin wieder entfernt. Sie wollte gern einen glatten und ungekräuselten Abschluss. Gefällt mir auch gut, muss ich sagen. Ist so auch mehr bürotauglich.


Die Viskose wollte sich immer sehr gern verselbständigen. Bei Näh-Projekten, die nicht für mich selbst gedacht sind, bin ich immer oberpingelig! Den einen oder anderen Schwitz-Moment hab' ich da schon hingelegt. Für meine Verhältnisse war ich dafür dann aber auch schnell fertig. Freitag Abend 2,5 h und Samstag Vormittag nochmal 2,5 h und das schwarze Edel-Teilchen war fertig. Nun bin ich so stolz und froh, und überlege, ob ich nicht auch noch ein schwarzes Exemplar in meinem Kleiderschrank brauche?! Schwarz geht ja irgendwie immer...


Schnitt: Jumpsuit Joy von Pattydoo mit Anpassungen
Stoff: schwarzer Viskosejersey (95% Vi, 5% El)


Verlinkt bei der Me Made Mittwoch - Jumpsuit-Runde zu vielen weiteren schönen Exemplaren!

Dienstag, 27. Februar 2018

Der lang ersehnte Onesie...

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... endlich ist er fertig! Ist ja nicht so, dass wir noch keinen hatten. Im Ausverkauf habe ich mal zwei Stück für meine Sprösslinge geordert. Doch schnell war der große schon zu zu klein für mein Tochterkind. Ein neuer musste her, nur Ausverkauf war mal...

Da wir den großen Onesie bereits ans Kind der Schwieger-Cousine weiter gegeben haben, musste ich nun selbst einen basteln. Am Onesie vom Kleinen konnte ich immer mal schauen, wie dieser dort verarbeitet wurde. Einzig der Reißverschluss ist nicht bis in die Kapuze durchgehend und auch die seitlichen Nahttaschen haben keinen Reißverschluss, sonst ist alles original nachgebaut.



Da das große Kind ja schneller wächst, als man Stoff bestellen kann, habe ich beim etwas späteren Ausschneiden der Schnittteile bemerken müssen, dass ich Kombi-Stoff benötige und daher habe ich mich bei einem anderen - noch nicht begonnenem - Nähprojekt bedient. Das Töchterlein steht ja so unheimlich auf Türkis und da hoffe ich nun, dass Herr Sohn den Onesie nach dem Ablegen auftragen kann ;o)) Dunkelblau passt hier also als Kombistoff gut ins Konzept.



Ein bisschen auf die Retro-Schiene setzend habe ich den dunkelblauen Farbton an den Bündchen und an der Kapuze wieder aufgegriffen. Die Ärmel habe ich im Lagenlook genäht (nach dem wunderbaren Tutorial von Unsere kreative Werkstatt).

Nochmal von vorn: Das Oberteil habe ich vom Schnittmuster Longsleeve von Lillesol & Pelle genommen, die Hose ist vom Schnitt Flitze & Piep von Jojolino. Alles zusammen gepinnt und auf den im Bruch gelegten Sweat gelegt. Das Oberteil habe ich ein paar cm weiter zugeschnitten, damit der Sweat das Kind nicht so einengt. Die Ärmel sind wieder vom Longsleeve mit ebenfalls je 1 cm zusätzlicher Weite wegen der Verwendung von Wintersweat. An der Teilungsstelle habe ich etwas mehr als 1 cm Nahtzugabe hinzu gefügt, damit die Ärmel beim Lagenlook-Nähen nicht zu kurz werden.



Die Kapuze ist ein bisschen vom Sunje-Kleid von Kibadoo (weil dreigeteilt), annähernd vergrößert auf die Kapuze vom Hoodie Himmlischer Vince von Himmelblau. Jeder, der auch einen Onesie nähen möchte, sollte einfach mal die vorhandenen Schnittmuster checken, um entsprechend kombinieren zu können. Ich bewundere ja Leute, wie meine Freundin Sandra, die einfach an vorhandenen Kleidungsstücken ihren neuen Schnitt erstellen. Ich komme mit dem Stoff-Gewurschtel nur einfach nicht klar ;o) Schon schlimm genug, die Ansatzkante der Kapuze an die Ausschnitt-Kante des Shirts anzupassen. Sehr erfreulich, wenn man auf bereits vorhandene Tutorials zurück greifen kann (wie z.B. das hier).



Die Taschen habe ich mir selbst gezeichnet und in der entsprechenden Höhe erst mit angeknipsten Passzeichen auf Vorder- und Rückenteil übertragen und dann festgenäht. Der Stoff für die Taschenbeutel ist hier auch wieder kombiniert.



Und wie man einen Reißverschluss ganz einfach, gern sogar im freestyle, in einen Overall einnäht, habe ich beim Krabbelkäfa von Käfachen gelernt. So habe ich ganz viel Erfahrung in einem eigentlich recht einfachen Kleidungsstück untergebracht. (Anleitungen für Onesies gibt es natürlich auch schon fertig zu kaufen oder man verfährt nach dem freien DIY-Tutorial von dawanda.)



Nachdem jetzt alles so schön geklungen hat, soll ich mal damit anfangen, wie oft ich hier ein ganz bisschen fluchen musste? Die Nahttaschen waren viel zu tief angesetzt bzw. das Oberteil ist eigentlich etwas zu lang. Also alles aufgetrennt und nach oben versetzt. Dann war auch der Schritt viel zu tief, den konnte ich neu anzeichnen und nach oben versetzen. Der Einschnitt für den Reißverschluss war beim angestecktem Reißverschluss genau richtig lang, aber der Sweat hat sich gedehnt und somit war der Reißverschluss früher zu Ende, als der Schnitt *grrr* Hier habe ich einen Patch aus Kontrast-Sweat aufgesetzt. Der Jersey-Versäuberungsstreifen für die Ansatznaht der Kapuze war am Ende nicht nur zu kurz (zum Einschlagen), sondern auch nicht breit genug (durch das Einrollen nicht bemerkt). Da musste ich den Streifen bis zur hinteren Mitte einseitig abtrennen, einen neuen ansetzen und alles neu annähen..



Kleine Highlights sollten die Manta-Rochen-Plots werden. Damit sie mal bei Nicht-Gefallen schnell abgetrennt werden können, habe ich sie erst auf ein Reststück Kontrast-Sweat gebügelt und dann mit einem Geradstich aufgenäht.



Innen habe ich noch ein abgerundetes Stückchen Sweat zum Einstempeln der Kleidergröße beim Festnähen des Jerseystreifens mitgefasst. Mit Blindstich habe ich dann die Rundung am Rückenteil fixiert.

Mein bisher längster Post ohne Anleitung wandert jetzt zu Creadienstag, Handmade on Tuesday, Made 4 Girls und Lunaju / Kiddikram.



Stoff: Wintersweat aus dem örtlichen Stoffladen, 55 cm Reißverschluss von Schneidereibedarf Werner
Schnitt: gemixt, siehe oben
Plot: Manta-Rochen von Tintenrebell, Happy Glitter Folie von HappyFabric



Donnerstag, 11. August 2016

Ich näh' mir den Sommer - mit dem Jumpsuit Joy von pattydoo!

Das war ja wieder ein Mammut-Projekt für mich. Als Immernoch-Neuling auf dem Gebiet des Nähens trete ich vor dem dennoch ambitionierten Projektstart von einem Bein aufs andere und überlege, ob das wohl gut gehen wird? Naja, andere schaffen das ja irgendwie auch. Also Augen zu und los! (Der Kick, dem man unterliegt, wenn man den neu herausgebrachten Schnitt für sich entdeckt und dann auch noch in kürzester Zeit DEN passenden Stoff dafür findet, hält sich in diesem Augenblick doch stark zurück, wenn man vor den zahllosen Ausdrucken des Schnittmusters steht.)


Aber nun schnell, schnell, bevor der Sommer wieder vorbei ist, gell? Zumindest darf ich es mein bisher größtes Nähprojekt nennen, wie man gern an den hier gezeigten Schnittmustern sieht.



Ursprünglich wollte ich eine Shirt-Variante mit kurzer Hose nähen, habe es mir dann aber anders überlegt, da ich bei heißem Wetter auch mal mit Jumpsuit auf die Arbeit wollte (mutig, mutig). Vom Jersey hatte ich genug Länge gekauft, denn er war tatsächlich recht günstig. Also reichte es auch für die Shirt-lange-Hose-Variante.


So sieht der Stoff bei Tageslicht aus

Das Oberteil habe ich aufgrund der Maßtabelle in 44 genäht (ich trage sonst 40) und um 4 cm verlängert, den Hosenteil habe ich in Größe 40 genäht und dazu das Bein um 6 cm verlängert. Wie man das anstellt, ist in der Anleitung gut beschrieben.

Und ein bisschen Sch.... Ängstlichkeit war doch beim Anschneiden des Stöffchens mit dabei ;o) Das Nähen an sich ist ja auch ohne Overlock kein Problem - dauert halt nur etwas länger. Wie immer bin ich total begeistert, dass das pattydoo-Team zum Schnitt auch ein Video bereit stellt, damit solche DAU's wie ich das auch kapieren.

Was mir am Schnitt gut gefällt, ist die Lösung zum Versäubern der Ausschnitte am Shirt und natürlich, dass ich nun gelernt habe, wie man einen schönen Rückenabschluss zaubert. Ich habe die Tropfenverschluss-Form genäht. Da mir aber der passende Knopf fehlte, trage ich die Seiten einfach erstmal nach innen geklappt. Der Sitz des Shirts ist auch wunderbar. Was mir nicht so gut gefällt, ist die Passform der Hose. Das ist mir für meinen Geschmack an den Beinen einfach zu figurnah und im Schritt zu weit. Da hätte ich bei der Schnittauswahl wohl besser aufpassen müssen. Beim nächsten Mal dann. Aber ob ich so bald wieder so ein schönes Stöffchen finde...?

Jetzt muss nur noch das Wetter stimmen, was ja hier bei uns in Mecklenburg sowieso immer recht artig zu uns ist. Die Nähliste ist wieder um einen Eintrag kürzer geworden und mein Mann verlangt immernoch nach einer Hose...

In diesem Sinne, liebes Näh-Volk, macht mit, näht Euch einen Jumpsuit und lasst den Sommer kommen!

Stoff: Viskosejersey (aus dem örtlichen Stoff-Lädchen)
Schnitt: Jumpsuit Joy von pattydoo


Und so im Sonnenschein




Im Sonnenuntergang

Und weil ich mich schon so lang' drauf freu', verlinke ich heute auch das erste Mal zu RUMS!

Nachtrag mit Tragefoto aus den zauberhaften Dünen Westjütlands...