Donnerstag, 20. September 2018

MEINE yello_bag rosé

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Endlich! Ich hab sie fertig! MEINE yello_bag nach einem Schnittmuster von Danie aka Prülla! Bei mir dauert es ja meist etwas länger, bis ich meinem Näh-Wahn soweit folgen kann, auch frisch heraus gebrachte Schnittmuster nachzunähen. Bei der yello_bag war es Liebe auf den ersten Blick sozusagen. Aber ich brauchte etwas Zeit, mich für einen Innenstoff zu entscheiden und diesen auch zu bekommen... Und yellow oder cumin oder doch eine andere Farbe? Und überhaupt, was ändere ich, damit diese yello_bag zu MEINER yello_bag werden kann?


Vor allem war mich eins ganz wichtig: roségoldene Highlights! Daher auch der Griff zu entsprechend farbigem Kunstleder und roségoldenem Zubehör.


Für mein Dry Oilskin habe ich Gelb gewählt. Bestellt bei Merchant & Mills in UK. Kam innerhalb von ein paar Tagen hier an, was mich ja schonmal schwer begeistert hat. Der Innenstoff ist Calliope Scroll in Rosa von Riley Blake und unfassbar weich im Griff. Davor hatte ich überlegt, ob ich zu einem von Bonnie Christine designten Stoff aus der Sweet as honey-Reihe greife (verliebt hier, bei das-mach-ich-nachts). Aber die Stöffchen sind so gut wie ausverkauft, und die paar wenigen konnte ich zu keinen erträglichen Preisen hier auftreiben.


Was ist anders? Die Außentasche ist nicht vollständig aus Oilskin genäht, sondern hat einen kupferfarbenen Kunstleder-Boden. Dazu habe ich das Schnittmuster ca. 10 cm oberhalb der Ecken vom Taschenboden zerteilt und mit Nahtzugaben die Oberhälfte und Unterhälfte aus den jeweiligen Stoffen zugeschnitten und miteinander vernäht.


Da ich das Kunstleder nicht mit Vlieseline verstärkt habe, fällt die Tasche unten recht weich aus. Gefällt mir nicht so, komplett mit Oilskin wäre sicher stabiler. Also habe ich mir noch einen Einleger aus Pappe und dem wunderschönen Innenstoff genäht.


Außerdem sind die Träger für die Handgriffe anders genäht. Mir war das ein haptisches Missfallen sozusagen, die abgesteppte harte Kante des Trägers in Händen zu halten. Ein Blick auf meine aktuelle Leder-Handtasche brachte mich auf die Idee, die Träger anders zu gestalten. Meine Träger bekamen der Länge nach je zur Hälfte (also vor dem mittigen Umbügeln) eine Schicht Vlieseline H630 verpasst. Dann zur Mitte und nochmal zur Mitte umbügeln - bis dahin wie im ebook beschrieben - und jetzt NICHT an der Kante zusammen gesteppt, sondern dort in allen Lagen einmal auseinander und wieder zusammen gedrückt... ach, Bilder beschreiben das viel besser:

1) nach dem Bügeln

2) aufdrücken

3) zusammen drücken

4) fixieren

5) nachmessen

Die eigentlich abzusteppende Stoffkante liegt dann ca. 2,25 bzw. 1,75 cm vom Stoffrand entfernt, so dass beim Absteppen die Steppnaht genau in der Mitte des Trägers liegt, also bei 2 cm. Die Stichlänge hatte ich bei 2,6 eingestellt, glaube ich. Mit der Fadenspannung muss man mal probieren, was noch gut aussieht bei der Stoffdicke. Nach Abschluss habe ich dann den Träger noch einmal schön übergebügelt (Stufe 2) und auskühlen lassen. Et voilá! Ein haptisches Vergnügen!

nochmal ein Vergleich
links: Schultergurt, rechts: Handgurt

Innen habe ich eine weitere Tasche aufgesteppt. Dazu habe ich zwei Rechtecke zugeschnitten. Nur eine Lage mit Vlieseline bebügelt und an drei Seiten rechts-auf-rechts zusammen genäht, gewendet und die offene Seite nach innen eingeschlagen. Alles schön auf Position gebracht und knappkantig festgesteppt _bevor_ die Innentasche an den Längsseiten zusammen genäht wird ;o)) In dieses Fach passt mein Handy, aber auch eine Packung Taschentücher, wenn man die mal auf Schnellzugriff braucht. 


Insgesamt ist die yello_bag ja schon ein Raumwunder, daher bevorzuge ich gern mehrere kleinere Unterbringungsmöglichkeiten zusätzlich. Suchen muss man ja in jeder Tasche ;o) Ein Außenfach hier ist aber schon im Schnitt vorgesehen und durch das Mitfassen in der Seitennaht sehr gut zugänglich.



Nun ist meine yello_bag rosé genauso geworden, wie ich sie mir gewünscht habe. Das kommt nicht so häufig vor, das könnt ihr mir glauben... Seehr glücklich darüber bin ich dann gleich am Folgetag mit dem guten Stück und zwei noch besseren Mädels nach Rostock aufgebrochen...


Schnitt: yello_bag von Prülla
Stoff: Außenstoff: Dry Oilskin yellow von Merchant & Mills, Kunstleder kupfer von Nähstoffreich im Sparpaket; Innenstoff: Calliope Scroll in Rosa / Riley Blake (z.B. hier bei etsy), metallisierter Reißverschluss und Zipper von Meppener Stöffchen außerdem SnapPap und Vlieseline H630 aus meinem Bestand sowie roséfarbenes Zubehör von Naehglueck


Verlinkt bei Prülla, Du für Dich am Donnerstag und Sew la la sowie bei TT - Taschen und Täschchen.

Dienstag, 11. September 2018

Romantische Birke auf Leinwand

Im Sommerurlaub bin ich wieder auf den kreativen Geschmack gekommen, etwas Farbe auf die Leinwand zu bringen.

Sehr gute Freunde von uns hatten geheiratet und wir waren noch auf der Suche nach einem passenden Geschenk für ein Paar, das augenscheinlich schon alles hat :o)

Meine Freundin wünschte sich auf einem Spaziergang mal ein Stück Birke zum dekorieren. So richtig glücklich war der Auserwählte mit dieser Idee nicht und wenig später kam mir diese Idee, ihnen eine romantische Birke zur Hochzeit zu schenken. Da der Bräutigam keinen Ehering tragen würde, muss er ja irgendwie an seinen Hochzeitstag erinnert werden. Nicht, dass er den später noch vergisst ;-)


In zwei Stunden war es sogar inkl. Recherche von möglichen Maltechniken geschafft. Für die Grundierung kamen ein paar Kleckse Acrylfarbe in Titanweiß und Marsschwarz auf die Leinwand. Diese habe ich mit einem sehr breiten, leicht angefeuchteten Flachpinsel quer verstrichen und trocknen lassen.


Anschließend habe ich die Birkenaußenkanten mit einem Aquarellstift (Bleistift geht natürlich auch) vorskizziert. Aus Titanweiß und ganz wenig Lichtem Ocker habe ich dann grob eine pastose Mischung hergestellt und diese von den Außenkanten zur Innenkante mit einem Palettenmesser aufgetragen. Immer schön Schicht um Schicht. Anschließend nur noch innen deckend verstrichen.


Mit Weiß habe ich dann innen in der vertikalen Mitte des Baumes Highlights gesetzt. So wirkt der Baum plastischer.

Für die so Birke-typische schwarze Struktur der Rinde habe ich Marsschwarz und Umbra leicht angemischt. Mit der Außenkante des Palettenmessers bin ich kurz in die Farbe getaucht und habe dann diese Kante an der inneren Baumkante auf der Leinwand aufgesetzt. Das kann man so je nach Farbauftrag an ein bis zwei weiteren Stellen auch so tun. Dann das Palettenmesser in einem Tuch sauber wischen, wieder an die Farbkante ansetzen und sanft nach innen zur Baummitte streichen. Das ergibt dann diesen schönen Effekt. Das Palettenmesser kann dann gleich nochmal zur Mitte hin unregelmäßig aufgesetzt und abgestrichen werden. Das ganze dann auch nochmal von der anderen Seite aus. Um es einfacher zu haben, kann man die Leinwand hierzu auch umdrehen.


Etwas Schatten noch an die Astgabel gesetzt und ein paar Blätterchen mit Hell- und Dunkelgrün mit einem dickeren Rundpinsel getupft, ein paar dünne Zweiglein aus der Braun-Schwarz-Mischung dazu und schon ist die Birke fertig!


Für den romantischen Effekt kamen dann noch die Anfangsbuchstaben der Namen verbunden mit einem Herz und dem Hochzeitsdatum auf die hellste Stelle unter der Astgabel. Hierfür habe ich einen ganz feinen Rundpinsel benutzt und zum Schatten erzeugen auch etwas Acrylstift und diesen ganz vorsichtig mit Wasser angelöst. Fotos habe ich davon keine gemacht, das Bild musste sehr schnell verschenkt werden ;o)) [Außerdem greift hier natürlich absolut der Datenschutz! ;-D]

Vielleicht wurde jetzt jemand von Euch dazu angestiftet, auch eine Birke zu malen? Traut Euch gern, es ist einfacher, als man denkt!


Verlinkt bei HoT und Creadienstag.

Donnerstag, 23. August 2018

Mein Rock (R)Einfall - Frau Sinnlich

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Der Arbeitstitel verrät schon einiges... Selten war ich von einem Nähergebnis so enttäuscht wie von diesem. Natürlich habe ich mir den Schnitt ausgewählt, weil die vielen Nähbeispiele von anderen Ladies mich sehr begeistert haben. Auf der anderen Seite muss hier auch ehrlich gesagt werden, dass ich den Schnitt nicht aus einem leichteren Material genäht habe und das trägt natürlich viel zur Passform bei, ganz klar.


Genäht habe ich den Rock Frau Sinnlich von Jojolino in der Größe 42 in Midi-Länge. Vorgegeben sind leicht festere Stoffe wie Sommersweat/French Terry. Mein Wunsch-Stoff war ein Jersey - gerade weil dieser so ein schönes Design hatte. Von daher hätte ich wohl schonmal eine Nummer kleine wählen können - locker! Aber seht selbst...


Dass die Weite leider viel zu weit war, lässt sich bei bereits angenähten Taschen später schlecht verändern. Mein Hauptproblem waren aber die Taschen selbst. Schrecklich! Ich meine, dass man bei Nahttaschen ja eigentlich nicht viel falsch machen kann, aber irgendwie scheint mir das sehr gelungen zu sein. Sie standen einfach nur total offen, und ich dachte so an die Öffnung eines Känguruh-Beutels. Ob mir wohl die Leute beim Stadtbummel kleine Geschenke dort einwerfen würden? Oder gleich ihre Post?! Nein, das ging so überhaupt nicht. Bevor jemand fragt, ja, ich habe eine Jerseynudel zwischen den Taschen und an der schmalsten Stelle befestigt. Auch nach dem Abschneiden selbiger war das Ergebnis wirklich nicht schön. Der schöne Bio-Jersey... *heul*


Dann fiel mir auf, dass bei den gezeigten Nähbeispielen so gut wie nie ein Profilfoto zu sehen war. Hatten andere jetzt auch das gleiche Problem? Fotos mit Händen in den Taschen gab es zumindest einige. Das sieht bei mir jetzt auch nicht so schlimm aus, ist aber über die gesamte Tragezeit schlecht machbar ;o)


Ich gebe ja nicht so schnell auf und daher habe ich mich gleich wieder an die Nähmaschine gesetzt und fleißig abgesteckt und geheftet, anprobiert und schlussendlich links und rechts je 2,5 cm Weite rausgenommen, die Taschen rausgetrennt, den Bund geöffnet und die Seitennähte erneut geschlossen. Der Jersey wellt sich leider an den Rundungen, dort habe ich dann statt mit der Overlock mit der normalen Nähmaschine nochmal im Jersey-Stich knapp daneben abgenäht. 


Er ist jetzt nicht perfekt, aber tragbar. Ich bin glücklich über meinen Einfall und dass ich nicht aufgegeben habe. Heute begleitet mich meine Frau Sinnlich zu einer olivfarbenen Bluse ins Büro und ich finde es ganz toll, dass der Rock mit seiner hohen Taille an den Hüften überhaupt nicht aufträgt. Der wird dann sicher auch super zu meiner Peplum-Bluse tragbar sein.



Mein Fazit: der Rock wird wieder genäht. Aus Sommersweat oder Sweat. Ich bereite mich vor dem Zusammennähen auf Änderungen vor (also erst heften und anprobieren) und werde mich dann endgültig entscheiden, ob Frau Sinnlich und ich zusammen passen ;o))


Schnitt: Frau Sinnlich von Jojolino, genäht aus Jersey mit Änderungen s.o.
Stoff: Jersey Geometric Flowers von Königreich der Stoffe (leider ausverkauft)

Hier nochmal das schöne Stoff-Design

Und meinem Mann und meiner Tochter vielen lieben Dank für die Geduld <3

Verlinkt bei DfDaD #13 und Sewlala.

Dienstag, 21. August 2018

Aus Faschingskostüm mach' Sommershirt

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Schon lange wollte ich dieses Shirt fertig gestellt haben. Also eigentlich ist es eine Art Upcycling-Projekt. Schon beim Nähen für den diesjährigen Fasching hatte ich darüber nachgedacht, aus dem Shirt auch ein tragbares Alltags-Teilchen zu machen.


Dafür habe ich die heraushängenden Rollsaum-Fädchen an den Organza-Flügelchen eingezogen, nochmal die innenliegende Ärmelnaht mit Jersey eingefasst, denn der Organza kratzte mein Kind ganz fürchterlich (obwohl mit Overlock-Naht genäht!) und natürlich - das Allerbeste - mit einem Plott versehen. Ein Mantarochen, eines unserer Lieblingstiere sozusagen.


Meine Freundin Claudia vom Blog Claudias Ecke hat mir mit Ihrem Plotter und Ihren Plotter-Erfahrungen geholfen und mein Mann hat mir eine Deckenleuchte zu einem tollen Lichtkasten umgebaut, so dass ich den Plott super entgittern konnte.


Jetzt bin ich voll neidisch und meine Tochter traut sich kaum, das Shirt anzuziehen, weil sie befürchtet, es könnte kaputt gehen oder Flecken bekommen *lach* Das ist doch eigentlich viel zu Schade zum nicht-anziehen oder?


Schnitt: lillesol basic No. 1 Longsleeve von Lillesol & Pelle, Ausschnitt 3 cm tiefer gesetzt, ohne "Sleeves" dafür mit eigenen Flügel-Ärmeln
Stoff: Uni-Jersey helltürkis von Nähstoffreich, Organza und Glitzer-Bündchen aus dem örtlichen Stoffladen
Plott: Manta Rochen von Tintenrebell über Makerist, Plotterfolie Happy Fashion hellblau sparkle von Happy Fabric


Verlinkt bei Creadienstag und bei LunaJu/Kiddikram.



Donnerstag, 16. August 2018

Musselin-Kleid No.2 - Frau Selma

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So mal eben schnell und weil es ja immernoch so warm ist, habe ich mir ein weiteres luftiges Musselin-Kleid genäht. Diesmal ohne Ärmel.

Auch aus diesem Meter Musselin-Stoff sollte eigentlich ein Halstuch entstehen. Aber wer kann bei diesem Wetter schon an Halstücher denken?! An luftige Kleider schon eher :o)


Meine Schnittwahl fiel auf Frau Selma von Fritzi / Schnittreif. Nach Anleitung habe ich Größe L zugeschnitten, musste aufgrund der Stoffbreite aber bei jedem Schnittteil ca. 2 cm schmaler im Bruch zuschneiden. 


Das Kleid finde ich immer noch recht weit und bin mir auch noch nicht so sicher, ob es zu jemandem mit meiner Figur so wirklich passt. Auch mit Gürtel zuppel ich ganz schön viel rum ;-)


Ich gehöre wohl auch zu den Kandidaten, die nicht wissen, wie man sich richtig den Gürtel bindet *lach*!


Die Armausschnitte finde ich fast zu weit. Daher habe ich selbige mit einem selbst zugeschnittenen Schrägband eingefasst. Siehe folgendes Foto: 


Das mit dem Schrägband muss ich natürlich weiter üben und verbessern. Den tollen Rückenausschnitt habe ich nur nach innen eingeschlagen und festgesteppt. Das hat super geklappt... Die einfachen Dinge...


Hab ich schon erwähnt, dass ich die Abnäher nicht nur aus dem Schnittmusterbogen ausgeschnitten habe?! War wohl zu warm... Daher habe ich die Abnäher mit etwas mehr Nahtzugabe genäht und dann die Kanten versäubert. Das Rückenteil ist außerdem ca. 2 cm länger, aber hier, weil ich Lust drauf hatte ;-))


Schnitt: Frau Selma von Fritzi/Schnittreif, in der Weite um ca. 4 cm gekürzt, Größe L
Stoff: Musselin Double Gauze Uni rosa-weiß von Nähstoffreich, 1,0 m bei Vollbreite


Verlinkt bei Du für Dich am Donnerstag.

Dienstag, 14. August 2018

Fräulein Erbse - Die Kosmetiktasche mit viel Platz

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... geht auch als Handtasche durch, finde ich. Die Träger müsste man etwas vergrößern und weiter auseinander setzen, aber sonst...?


Hier habe ich mich wieder einmal an einem neuen Schnittmuster namens Fräulein Erbse versucht. Meine letzte Tasche ist tatsächlich schon länger her. Ebenfalls das erste Mal habe ich Kunstleder verarbeitet und eine echte Paspel selbst hergestellt. Dafür habe ich ein großes Helferlein neu erworben, nämlich einen Obertransporteur für meine Nähmaschine. Mega genial, sag ich! Wenn ich da alle meine anderen Nähfüße dran bekäme, würde ich nie wieder ohne nähen... Den im Zubehör vorhandenen Paspelfuß meiner Nähmaschine habe ich hier erneut erfolgreich eingesetzt. Toll, was alles geht, wenn man das richtige Werkzeug bei der Hand hat...


Zur Tasche. Die Außentasche ist aus Canvas und Kunstleder genäht, die Innentasche besteht aus Wachstuch. Die Außenpaspel ist aus Kunstleder und Hutgummi selbst hergestellt, die Innenpaspel ist eine feste Paspel, gekauft.


Das Fräulein Erbse kann in verschiedenen Variationen genäht werden. Dieses Exemplar hat je zwei Außentaschen, wobei ich eine mittig abgesteppt habe, um dann zwei Fächer zu haben. Die lange Außentasche ist mit einem KamSnap zu verschließen.


Innen habe ich nochmal zwei Taschen angebracht und auch eine davon abgesteppt, um mehrere Fächer zu erhalten. Hier habe ich die gekaufte, unelastische Paspel eingesetzt.


Außerdem könnte man kleine Stoff-Ösen für D-Ringe anbringen, um dann einen langen Trageriemen zu befestigen. Auf einen Einlegeboden habe ich auch verzichtet, weil die Tasche so schon stabil genug ist.


Die Wendeöffnung habe ich nicht am Boden, sondern an den oberen Rand der Innentasche versetzt. Ich mag das nicht, wenn sich nach dem Schließen der Wendeöffnung unten am Boden so eine Wulst bildet - und sei sie noch so klein. Lieber oben und fast unsichtbar unter dem Rand. Bei anderen Stoffen als Wachstuch würde ich das auch mit der Hand nähen, dann wäre es egal, wo die Wendeöffnung liegt.


Erwähnenswert wäre noch, dass ich beim Nähen der Rundungen an der Außentasche viel weniger Probleme hatte, als beim Nähen der Innentaschen-Rundungen. Geholfen hat mir der Trick, die Nahtzugaben etwas einzuschneiden. So legte sich der augenscheinlich zu knappe Stoff schön in die Rundung.


Schnitt: Fräulein Erbse von Den Elberbsen
Stoff: Canvas maritim in Jeansblau und Wachstuch Anker auf Weiß über dawanda, blaues Kunstleder von Nähstoffreich, Einlage H630 und Reißverschluss aus dem örtlichen Stoffladen


Verlinkt bei Creadienstag und TT - Taschen und Täschchen.