Dienstag, 13. April 2021

Mein _eigener_ Hippity Hoppity Hasen-Quilt!

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Yeah, ich habe es geschafft! Heute ist mein Osterhasen-Quilt fertig geworden! Im letzten Jahr hatte ich schon alle Blöcke zu Ostern fertig genäht und dann war die Saison vorbei und der Elan zum Projekt ermüded.


Wenn ich mich richtig entsinne, habe ich die Blöcke mit unterschiedlichen Hintergründen so genäht, weil ich meine fast allerersten Lagerstoffe - vorrangig von Westfalen Stoffe - endlich einmal abarbeiten wollte. Und Rosa und Petrol passten hervorragend zueinander. Heute hätte ich mich wohl wieder anders entschieden. Aber so ist das nunmal. Hier zwei Bilder aus der Entstehungszeit: Meine Sortierkiste für die Patchworkteile und die fertigen Blöcke.



Ich habe zwischen die einzelnen Blöcke einen breiten Streifen gesetzt und auch eine besondere Mitte aus den Stoffmustern genäht. Dafür brauchte ich keine Anleitung. Direkt zu Ostern wollte ich mit der Zwischenlage beginnen, habe ich in meine Vlieseline H630-Tüte gegriffen und festgestellt, es sind nur noch Reste! Mal eben was im Laden nachkaufen ist ja auch ohne Osterfeiertage schonmal gar nicht drin. Und da ich niemanden fand, der noch Vlieseline o.ä. für die Wattierung am Start hatte, fing ich mit dem Puzzlen an. Mache ich ja auch gern und war auch hier erfolgreich. Nur noch eine Handbreit Vlies war am Ende übrig.


Dann kam wieder die Qual der Wahl, die es auszutragen galt. Wie quilte ich? Im Nahtschatten? Einfach nur diagonal oder was ausgefallenes? Mit einer einfachen Nähmaschine war es in dieser Größe (ca. 72 x 72 cm) schon nicht einfach, das Quiltsandwich unter dem Freiarm durchzuschieben und darauf zu achten, dass es nirgends hängen blieb (oder ich an den unzähligen Nadeln...). Also nicht freestyle quilten. Diagonal würde schon passen.




Für die Rückseite habe ich zwei unifarbene Stoffstreifen zusammen gebracht, die ich mir mal versuchsweise (zu anderen Zeiten....) im Bastelladen gekauft hatte. Als ich dann die ersten Diagonalen genäht hatte, kam mir dann beim Betrachten der Rückseite die Idee, etwas Leben ins Spiel zu bringen. Daher habe ich nur bis zu einem bestimmten Punkt die Diagonalen links und rechts der Mitte fortgesetzt und dann im 90°-Winkel neu bis zum entsprechenden Abstand der letzten Diagonale neu gequiltet. Bin richtig stolz auf meine Idee und ich könnte tatsächlich den ganzen Abend über den Quilt streicheln. Momentan weiß ich noch nicht, wie ich es über mich bringen kann, den Quilt auf den Tisch und womöglich UNTER einer Vase oder UNTER einem Teller zu positionieren...


War noch was?! Ach ja, das Binding. Ist selbstgemacht, sieht man ja. Nicht im schrägen Fadenlauf zugeschnitten, sondern quer zur Webkante. Reicht ja hier völlig aus. Ich habe mich für eine sichtbare Endbreite von 1 cm entschieden und die Stoffstreifen 4,5 cm breit zugeschnitten und wie normales Schrägband gebügelt. Nach dem Annähen an der Vorderseite habe ich das Schrägband dann gestern und heute per Hand per Matratzenstich befestigt.


Schnitt: Hippity Hoppity gibt es in verschiedenen Quilt-Größen bei Ellis and Higgs
Stoffe: verschiedene gut abgelagerte Baumwollstoffe und auch neu gekauften Uni-Baumwollstoff sowie Vlieseline H630


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Dienstag, 30. März 2021

Snowdrop - Mein erster Paper Piecing Quilt

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Schon im letzten Jahr hatte ich einen derartigen Mini-Quilt geplant. Die Stoffe waren gekauft, eine vage Vorstellung vom Motiv gab es auch schon und dann... Naja, Ihr wisst ja, was dann kam. Home Schooling, Home Office und im Allgemeinen schlechthin reichlich Verunsicherung und ein komplett durcheinander gewürfelter Alltag mit kaum bis gar keiner Nähzeit für mich. Aber ich will gar nicht jammern, sondern zeigen, was zumindest in diesem Jahr Schönes entstanden ist. Denn, was lange währt, wird endlich gut ;o)


Die Stoffe waren wie gesagt im letzten Jahr schon besorgt und direkt im Laden aufeinander abgestimmt. Für das Schnittmuster habe ich in diesem Jahr eine Woche lang immer wieder Recherche betrieben, bevor ich mich endlich für das Schneeglöcken aus dem Blumenjahr-Programm von Regina Grewe entschieden habe.

Auf Papier zu nähen war mir jetzt völlig neu und da musste ich mich am Anfang etwas mit einfuchsen. An sich schon fast zum Belächeln, dass ich nur drei Mal auftrennen musste, bis ich das Prinzip endgültig verstanden hatte. Dann ging alles ratzfatz. Einen Block habe ich in einer Stunde nähen können.


Bei den ersten beiden nach links schauenden Schneeglöckchen sind mir beim Verbinden der Segmente die Anschlussstellen an den Blüten noch nicht ganz so gelungen, beim letzten Block ist es aber perfekt geworden. Einfach nur große Klasse, wenn man so abtaucht in die Nähwelt und das tut man definitiv bei so viel Puzzelei!

Als Volumeneinlage habe ich Vlieseline H630 aufgebügelt. Die Rückseite ist aus dem Grün der Blütenspitze und dem Hintergrund-Gelb zusammen gepatcht worden. Da war ich auch sehr zerrissen, welchen Stoff ich nehmen sollte, aber letzten Endes, wird diese Seite wohl nie oben liegen ;o)))


Nun zum Entspannungsvorgang Quilten. Den Hintergrund vom Schneeglöckchen-Block habe ich in einer Art Echo-Linie "umfahren". Da habe ich auch immer wieder neu angesetzt und die Fäden später per Hand "versteckt". Würde ich heute etwas geschickter angehen, um nicht so viele Endfäden handhaben zu müssen.

Dem äußeren Rahmen wollte ich gern einen floralen Touch verleihen. Dazu habe ich mir Soluvlies aufgesteckt und mit Trickmarker aufstrebende Blumenranken mit Blättern aufgemalt. Die Zwischenräume habe ich mit großzügigen Wellenlinien, die sich an die Ranken anschließen ausgefüllt.

Diese Linie habe ich dann in einem Rutsch von der einen Seite zur anderen durchgenäht. Dieses Mal war ich vorsichtig mit gleichen Garnfarben zugange. Beim nächsten Mal werde ich mutiger sein und mit Kontrastfarbe nähen, denn das Ergebnis gefällt mir sehr! Mit der Fadenspannung muss ich noch etwas spielen, da hatte ich zu Beginn so meine Probleme auf der Rückseite. Das Binding ist ein zugeschnittenes Schrägband aus den grünen Stoffresten vom Blütenansatz und natürlich auf der Rückseite von Hand angenäht.


Schnitt: Schneeglöckchen aus dem Rahmenprogramm Blumenjahr von Regina Grewe

Stoff: Baumwollstoffe noch vom letzten Jahr aus dem örtlichen Stoffladen

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Dienstag, 9. Februar 2021

Meine Basteltasche - Der Prototyp

Nachdem ich im letzten Jahr schon meine Basteltasche TINKERIA für meine Freundin Ines vorgestellt, habe, wird es endlich Zeit, auch meinen Prototypen zu zeigen. Den Taschenschnitt habe ich nach den Wünschen meiner Papier-werkelnden Freundin konstruiert und einmal zur Probe genäht, bevor ich ihr Wunschmodell mit den neu gekauften Stoffen beginnen konnte. Die Anforderungen waren:
- Platz für mindestens zwei Stanzen vorn
- viele Innenfächer, große und kleine
- ausreichend Platz für ein Schneide- und Falzbrett (und das 12'' x 12'' Papier)
- Tragegurt und Tragegriffe
- optional noch Reißverschlusstaschen


So sollte sich auch eine gute Übersichtlichkeit ergeben, ohne dass man bis zum Ellenbogen vergraben in der Tasche wühlen muss. Für sie kamen dann natürlich auch ihre Wunschstoffe in Lieblingsfarben zum Einsatz. Ich habe für meinen Prototypen genutzt, was da war und einigermaßen zusammen passte ;o))


Hier oben sieht man die Vorderseite mit den Stanzentaschen und einem Reißverschlussfach für Stempelkissen und Acrylblöcke.


Der Platz für die Aufsatztaschen, in welche die zwei Stampin'Up®-Stanzen untergebracht werden sollten,  orientierte sich am breiteren Modell der mir bisher bekannten Stanzengrößen. Eine schmale Stanze passt natürlich auch rein, sitzt aber lockerer. Sie fällt aber auch nicht heraus, weil ich die Stabilisierung des Außenstoffes entsprechend dick gewählt habe.


Ins rückseitige Reißverschlussfach passen bequem zwei Stempelsets rein. Oder auch kleinere Papierformate.


Innen gibt es zwei lange Fächer für Schneidebrett und Papier sowie zwei kurze Fächer für kleine Falzbretter, Stempelsets usw. Außerdem habe ich noch zwei Innentaschen in ein langes Fach integriert, wobei ich für ein Aufhebewerkzeug oder ein Falzbein noch eine Innentasche schmal abgesteppt habe. Insgesamt gefällt uns die Aufteilung sehr gut. Für ein Außer-Haus-Projekttreffen passt alles rein, was man an einem Nachmittag verbasteln möchte.




Insgesamt habe ich für die Konstruktion inkl. der Berechnung für den Stoffverbrauch fünf Feierabende gebraucht. Das Nähen der Tasche ging beim Folgemodell natürlich schon weitaus schneller. Aber ich bin ja hier nicht im Wettkampf und auch slow sewing ist meditativ ;o)


Da ich ja mittlerweile auch selbst viel (mehr) mit Papier bastele, hat der Prototyp bei mir natürlich eine tolle Verwendung. Sollte es dann hoffentlich bald wieder möglich sein, zu Basteltreffen zu fahren, ist sie selbstverständlich ein nützlicher Begleiter.


Schnitt: Mein eigener. Basteltasche TINKERIA
Stoff: Canvas für außen, Baumwolle für innen - beides aus dem Fundus
Zubehör: Endlos-Reißverschluss, Soft & Stable sowie Vlieseline H630 zum Stabilisieren, D-Ringe und Karabiner in Farbe Gunmetal, Gurtband - auch alles aus dem Fundus 




Dienstag, 2. Februar 2021

Sweater Finja von Ki-ba-doo Nr. 1

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Meinem fast Teenie-Töchterlein habe ich schon zu Weihnachten einen neuen Pulli genäht. Der hat eine ganz besondere Optik...

Genau wegen jener Optik ist er mir auf Instagram ins Auge gefallen. Kurzer, aber weiter Schnitt, nach vorn verlegte Schulternaht mit der Möglichkeit eine andersfarbige Passe in Kontrast zu bringen, weit überschnittene Schultern und vor allem die supertollen Keulenärmel!!! Kind fand ihn auch prima und so konnte ich loslegen. Schön, dass mein Stofflager auch genau das richtige Material hergab! Ein als Joggingsweat gekaufter rosa-weiß-melierter angerauter Sommersweat.

Die kuscheligen Bündchen hatte ich mal aus Lust und Laune bei Wunderpop bestellt. Eigentlich waren sie für mich gedacht, aber ein gutes Projekt fordert eben Opfer.

Auf Wunsch habe ich meinem Kind noch einen mehrlagigen Rock mit Glitzerbündchen genäht. Außen zwei Lagen Chiffon und darunter eine Lage Viskose. Die Viskose habe ich auf Hüftweite eingereiht und den Chiffon großzügig in Falten gelegt und Lagenweise an das Glitzerbündchen genäht.

Diesem Sweater folgen aufgrund des schönen Tragegefühls und der tollen Optik noch weitere! Einer in Petrol für mich ist schon fertig. Meine Freundin hat sich einen in Grau gewünscht. Super, dass ich alle in derselben Größe nähen kann ;o))

Schnitt: Sweater Finja von Ki-ba-doo, Größe 38
Stoff: Abgelagerter Joggingsweat in Rosa von Makerist (aktuell nicht online zu finden), Fertigbündchen Wintercuffs in Pink, Ocre & Electric Blue von Wunderpop

PS: Die Ärmel kann man auch in Normalform ohne die Quetschfalten nähen. Kann man, muss man aber nicht ;o))



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Dienstag, 12. Januar 2021

Die Designer-Küchenschürze - Ein Upcycling-Projekt

Eine meiner Freundinnen wünschte sich zum Neubezug ihrer Wohnung eine selbstgenähte Küchenschürze von mir. Nicht irgendeine, sondern eine aus Jeansstoff. Tolle Idee! Ich hatte sofort ein Patchwork-Design im Kopf, das ich tatsächlich genauso umsetzen konnte.



Zuerst habe ich die Gesäßtaschen einer helleren Jeans inkl. umliegendem Stoff ausgeschnitten und mich dabei dann an der Größe dieses Flickens für alle anderen Flicken orientiert. Mir schwebte in Kombination dann auch eine Jeans mit dunklerer Waschung vor. 



Die Steppnähte hätten jetzt auch blau sein können, aber da die Stoffläden zu sind, hab ich genommen, was da war, also Gelb. Für den Schnitt habe ich auf meine zusammengenähten und abgesteppten Flicken meine vorhandene Küchenschürze aufgelegt und mit 2,5 cm Nahtzugabe mit Kreide abgezeichnet und ausgeschnitten.


Die Säume und die Einfassung der Bindebänder mit einem Beleg finde ich ja besonders gelungen. Die Bindebänder sind übrigens die Innenbeinnähte (Kappnähte) von zwei gleichfarbigen Hosen. Passte super ins Up-/Recycling ;o)




Meine Freundin wollte, dass die Schürze hinten durch zwei Ösen zugebunden werden sollte. Das habe ich mit den größten Ösen, die ich hatte, auch so umgesetzt und es passt und sitzt wunderbar!



Schnitt: von eigener Küchenschürze abgenommen
Stoff: Reste von zwei (oder drei?) ausrangierten Jeans, 14 mm Ösen, Jeansgarn zum Absteppen


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Dienstag, 5. Januar 2021

Noch ein Mug Rug - Nordic Star Mini Quilt

Mit meinen Mug Rug-Vorstellungen für diese Wintersaison bin ich noch nicht am Ende. Ich habe noch einen kleinen Tassenteppich für meinen Bürotisch genäht. Es sollte ein Stern sein, nicht zu kompliziert und nicht zu groß.


Meine allerletzten weinroten Stoffreste haben tatsächlich noch was für einen Nordic Star hergegeben! Und der Stern ist wahrlich nicht sehr groß. So miniklein habe ich wohl tatsächlich noch nichts genäht.


Er passt super unter meine Tasse und verschönt mir noch ein bisschen meinen Lieblingsarbeitsplatz an der Nähmaschine. Vielleicht kommt er durch Lockdown und Home Schooling tatsächlich erst in der nächsten Wintersaison mit in mein Büro. Ich liebe ihn hier natürlich auch schon <3


Als Zwischenlage habe ich wieder Putztuch verwendet. Auch die letzten Reste vom vorbereiteten Ostertischläufer, der dann wohl pünktlich in drei Monaten fertig sein dürfte ;o))



Ich habe hier natürlich noch ein bisschen die Quilt-Technik zu verfeinern! Da ist mir doch vorn beim Stern ein bisschen was zusammengerutscht. Bleibt mehr Spielraum für neue Nähversuche!


Schnitt: Nordic Star vom Nordic Star QAL bei The crafty quilter
Stoff: Reste, Reste, Resteee und Schrägband ;o)

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