Dienstag, 9. Februar 2021

Meine Basteltasche - Der Prototyp

Nachdem ich im letzten Jahr schon meine Basteltasche TINKERIA für meine Freundin Ines vorgestellt, habe, wird es endlich Zeit, auch meinen Prototypen zu zeigen. Den Taschenschnitt habe ich nach den Wünschen meiner Papier-werkelnden Freundin konstruiert und einmal zur Probe genäht, bevor ich ihr Wunschmodell mit den neu gekauften Stoffen beginnen konnte. Die Anforderungen waren:
- Platz für mindestens zwei Stanzen vorn
- viele Innenfächer, große und kleine
- ausreichend Platz für ein Schneide- und Falzbrett (und das 12'' x 12'' Papier)
- Tragegurt und Tragegriffe
- optional noch Reißverschlusstaschen


So sollte sich auch eine gute Übersichtlichkeit ergeben, ohne dass man bis zum Ellenbogen vergraben in der Tasche wühlen muss. Für sie kamen dann natürlich auch ihre Wunschstoffe in Lieblingsfarben zum Einsatz. Ich habe für meinen Prototypen genutzt, was da war und einigermaßen zusammen passte ;o))


Hier oben sieht man die Vorderseite mit den Stanzentaschen und einem Reißverschlussfach für Stempelkissen und Acrylblöcke.


Der Platz für die Aufsatztaschen, in welche die zwei Stampin'Up®-Stanzen untergebracht werden sollten,  orientierte sich am breiteren Modell der mir bisher bekannten Stanzengrößen. Eine schmale Stanze passt natürlich auch rein, sitzt aber lockerer. Sie fällt aber auch nicht heraus, weil ich die Stabilisierung des Außenstoffes entsprechend dick gewählt habe.


Ins rückseitige Reißverschlussfach passen bequem zwei Stempelsets rein. Oder auch kleinere Papierformate.


Innen gibt es zwei lange Fächer für Schneidebrett und Papier sowie zwei kurze Fächer für kleine Falzbretter, Stempelsets usw. Außerdem habe ich noch zwei Innentaschen in ein langes Fach integriert, wobei ich für ein Aufhebewerkzeug oder ein Falzbein noch eine Innentasche schmal abgesteppt habe. Insgesamt gefällt uns die Aufteilung sehr gut. Für ein Außer-Haus-Projekttreffen passt alles rein, was man an einem Nachmittag verbasteln möchte.




Insgesamt habe ich für die Konstruktion inkl. der Berechnung für den Stoffverbrauch fünf Feierabende gebraucht. Das Nähen der Tasche ging beim Folgemodell natürlich schon weitaus schneller. Aber ich bin ja hier nicht im Wettkampf und auch slow sewing ist meditativ ;o)


Da ich ja mittlerweile auch selbst viel (mehr) mit Papier bastele, hat der Prototyp bei mir natürlich eine tolle Verwendung. Sollte es dann hoffentlich bald wieder möglich sein, zu Basteltreffen zu fahren, ist sie selbstverständlich ein nützlicher Begleiter.


Schnitt: Mein eigener. Basteltasche TINKERIA
Stoff: Canvas für außen, Baumwolle für innen - beides aus dem Fundus
Zubehör: Endlos-Reißverschluss, Soft & Stable sowie Vlieseline H630 zum Stabilisieren, D-Ringe und Karabiner in Farbe Gunmetal, Gurtband - auch alles aus dem Fundus 




Dienstag, 2. Februar 2021

Sweater Finja von Ki-ba-doo Nr. 1

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Meinem fast Teenie-Töchterlein habe ich schon zu Weihnachten einen neuen Pulli genäht. Der hat eine ganz besondere Optik...

Genau wegen jener Optik ist er mir auf Instagram ins Auge gefallen. Kurzer, aber weiter Schnitt, nach vorn verlegte Schulternaht mit der Möglichkeit eine andersfarbige Passe in Kontrast zu bringen, weit überschnittene Schultern und vor allem die supertollen Keulenärmel!!! Kind fand ihn auch prima und so konnte ich loslegen. Schön, dass mein Stofflager auch genau das richtige Material hergab! Ein als Joggingsweat gekaufter rosa-weiß-melierter angerauter Sommersweat.

Die kuscheligen Bündchen hatte ich mal aus Lust und Laune bei Wunderpop bestellt. Eigentlich waren sie für mich gedacht, aber ein gutes Projekt fordert eben Opfer.

Auf Wunsch habe ich meinem Kind noch einen mehrlagigen Rock mit Glitzerbündchen genäht. Außen zwei Lagen Chiffon und darunter eine Lage Viskose. Die Viskose habe ich auf Hüftweite eingereiht und den Chiffon großzügig in Falten gelegt und Lagenweise an das Glitzerbündchen genäht.

Diesem Sweater folgen aufgrund des schönen Tragegefühls und der tollen Optik noch weitere! Einer in Petrol für mich ist schon fertig. Meine Freundin hat sich einen in Grau gewünscht. Super, dass ich alle in derselben Größe nähen kann ;o))

Schnitt: Sweater Finja von Ki-ba-doo, Größe 38
Stoff: Abgelagerter Joggingsweat in Rosa von Makerist (aktuell nicht online zu finden), Fertigbündchen Wintercuffs in Pink, Ocre & Electric Blue von Wunderpop

PS: Die Ärmel kann man auch in Normalform ohne die Quetschfalten nähen. Kann man, muss man aber nicht ;o))



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Dienstag, 12. Januar 2021

Die Designer-Küchenschürze - Ein Upcycling-Projekt

Eine meiner Freundinnen wünschte sich zum Neubezug ihrer Wohnung eine selbstgenähte Küchenschürze von mir. Nicht irgendeine, sondern eine aus Jeansstoff. Tolle Idee! Ich hatte sofort ein Patchwork-Design im Kopf, das ich tatsächlich genauso umsetzen konnte.



Zuerst habe ich die Gesäßtaschen einer helleren Jeans inkl. umliegendem Stoff ausgeschnitten und mich dabei dann an der Größe dieses Flickens für alle anderen Flicken orientiert. Mir schwebte in Kombination dann auch eine Jeans mit dunklerer Waschung vor. 



Die Steppnähte hätten jetzt auch blau sein können, aber da die Stoffläden zu sind, hab ich genommen, was da war, also Gelb. Für den Schnitt habe ich auf meine zusammengenähten und abgesteppten Flicken meine vorhandene Küchenschürze aufgelegt und mit 2,5 cm Nahtzugabe mit Kreide abgezeichnet und ausgeschnitten.


Die Säume und die Einfassung der Bindebänder mit einem Beleg finde ich ja besonders gelungen. Die Bindebänder sind übrigens die Innenbeinnähte (Kappnähte) von zwei gleichfarbigen Hosen. Passte super ins Up-/Recycling ;o)




Meine Freundin wollte, dass die Schürze hinten durch zwei Ösen zugebunden werden sollte. Das habe ich mit den größten Ösen, die ich hatte, auch so umgesetzt und es passt und sitzt wunderbar!



Schnitt: von eigener Küchenschürze abgenommen
Stoff: Reste von zwei (oder drei?) ausrangierten Jeans, 14 mm Ösen, Jeansgarn zum Absteppen


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Dienstag, 5. Januar 2021

Noch ein Mug Rug - Nordic Star Mini Quilt

Mit meinen Mug Rug-Vorstellungen für diese Wintersaison bin ich noch nicht am Ende. Ich habe noch einen kleinen Tassenteppich für meinen Bürotisch genäht. Es sollte ein Stern sein, nicht zu kompliziert und nicht zu groß.


Meine allerletzten weinroten Stoffreste haben tatsächlich noch was für einen Nordic Star hergegeben! Und der Stern ist wahrlich nicht sehr groß. So miniklein habe ich wohl tatsächlich noch nichts genäht.


Er passt super unter meine Tasse und verschönt mir noch ein bisschen meinen Lieblingsarbeitsplatz an der Nähmaschine. Vielleicht kommt er durch Lockdown und Home Schooling tatsächlich erst in der nächsten Wintersaison mit in mein Büro. Ich liebe ihn hier natürlich auch schon <3


Als Zwischenlage habe ich wieder Putztuch verwendet. Auch die letzten Reste vom vorbereiteten Ostertischläufer, der dann wohl pünktlich in drei Monaten fertig sein dürfte ;o))



Ich habe hier natürlich noch ein bisschen die Quilt-Technik zu verfeinern! Da ist mir doch vorn beim Stern ein bisschen was zusammengerutscht. Bleibt mehr Spielraum für neue Nähversuche!


Schnitt: Nordic Star vom Nordic Star QAL bei The crafty quilter
Stoff: Reste, Reste, Resteee und Schrägband ;o)

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Dienstag, 29. Dezember 2020

Kerzen-Mug-Rug

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In diesem Jahr habe ich es wieder geschafft, und einen Kerzen-Mug-Rug genäht. Meiner Mutter gefallen ihre vom vorletzten Jahr noch immer. Und ich muss sagen, das Design spricht mich auch immernoch an. ;o))


Für meine Freundin nähe ich auch hin und gern wieder was. Nützlich muss es sein (nicht, dass alles andere unnütz wäre!) und im Alltag gut zu gebrauchen. Bei ihr auf Arbeit sind Kerzen im Büro verboten und daher gibt es von mir als Austausch zum Herz-Mug-Rug vom letzten Jahr einen mit Kerzen.


Ich habe aus meiner Restekiste - dort waren vor allem nach dem weihnachtlichen Tischläufer wirklich nur noch Reste übrig - ein paar Stoffstreifen gekramt und diese mit gleich breit geschnittenen grünen Streifen ergänzt und aneinander genäht. Die Flammen konnte ich diesmal mit einem supertollen Stich meiner Ausleih-Nähmaschine nähen. Den Docht habe ich wieder mit Stickgarn per Hand aufgestickt.


Leider ist mir erst nach dem Quilten mit der Vlieseinlage und der Rückseite aufgefallen, dass die Flammen noch aufgenäht werden mussten. Also habe ich jetzt auch Flammen auf der Rückseite in Kauf nehmen müssen. Sie passen aber dank der gewählten Garnfarbe ganz gut ins Konzept und fallen nicht so auf. Gequiltet habe ich im Nahtschatten der Kerzen bzw. einzelnen Patch-Streifen. Das Binding besteht aus gekauftem Schrägband.


Schnitt: Pi-mal-Daumen-Stoffstreifen-Reste (mind. 2,5 cm breit)
Stoff: lagernde Reste von bisherigen Weihnachtsnähprojekten (wie hierhier, hier und hier)

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Dienstag, 24. November 2020

Mein weihnachtlicher Miniquilt-Tischläufer Bright Stars

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Vor zwei Jahren ging dieser Tischläufer (oder ein ähnlicher) auf meine ToDo-Liste. Dieses Jahr hab ich sogar schon im November damit angefangen und bin rechtzeitig fertig. Dafür habe ich meine Mutter angefixt und nähe gleich noch einen weiteren ;o))


Wahrscheinlich habe ich mit dem Entschluss, welches Design ich nähen soll, auch nur deshalb so lange gebraucht, weil ich für mich nichts passendes finden konnte. Und nun hat Nadra von Ellis & Higgs ihre wunderschönen Bright Stars Blöcke veröffentlicht und ich war sofort davon angetan. Manchmal muss es eben einfach passen. Von Ellis & Higgs habe ich auch schon mehrere Oster-Miniquilts mit den Hippity Hoppity-Blöcken genäht (hier in Grün und hier in Lila) und kam mit der Anleitung dazu wunderbar klar. Da wusste ich also, in welches Wasser ich springe. 




Da ich anders als bei den Osterhäschen bei den Sternen nicht auf eine Ausrichtung achten musste, ging das Nähen auch etwas schneller von der Hand. Außerdem fahre ich gerade eine tolle Nähmaschine einer Freundin Probe. Meine habe ich nach vier Jahren endlich einmal zur Wartung in fachkundige Hände abgegeben. Und was soll ich sagen, das Ausleih-Maschinchen ist ein wahrer Schatz! Sie ist so leise, dass ich sogar abends meinem Mann im Wohnzimmer beim Fernsehen Gesellschaft leisten kann.


So habe ich je einen Abend mit meinem super nützlichen Patchwork-Lineal zugeschnitten und am nächsten Abend genäht und gebügelt. Für das Binding habe ich aus einem 30 x 30 cm großen Stoffstück Endlos-Schrägband hergestellt und den Miniquilt damit eingefasst. Für das Einfassen und Quilten habe ich mir je Wochenendvormittag etwas Zeit genommen.


Gequiltet habe ich im Nahtschatten der Sterne bzw. einzelnen Patch-Streifen. Die Rückseite ist nicht so schön geworden, obwohl ich vieleeeee Stecknadeln gesetzt hatte. Da muss ich noch ein bisschen mehr üben. Gleich beim nächsten Tischläufer wird es hoffentlich besser.



Schnitt: 3 Blöcke vom Bright Stars Pillow von Ellis & Higgs
Stoff: lagernde Reste von bisherigen Weihnachtsnähprojekten (wie hier, hier, hier und hier)

So schaut schonmal der komplette Zuschnitt für die nächsten drei Blöcke aus, da freut man sich total, dass nur noch genäht (und gebügelt) werden muss:


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Dienstag, 10. November 2020

Blazer Jazida für mein Tochterkind

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Trotz längerer Blog-Pause habe ich fleißig weiter genäht. Die Pandemie hat uns gesundheitlich bislang noch nicht aus der Bahn geworfen, aber die Akrobatik zwischen Home-Schooling, Home-Office und Haushaltsalltag mit Mittag kochen etc. hat seit dem Frühjahr für den Blog einfach eine Pause gefordert.

Das schönste Hobby der Welt hat meinem Töchterlein einen Blazer aus grauem Sommersweat mit glitzernden Dreiecken beschert. Die unbunte Phase beginnt ja so langsam. Aber etwas Glitzer darf doch noch sein. Der Schnitt lag schon etwas länger auf der Festplatte und nun musste ich zusehen, dass ich zumindest aus der größten verfügbaren Größe noch was passendes genäht bekomme.

An sich waren hier offene Kanten vorgesehen. Aber ich wollte das nicht so gern, daher habe ich wie gewohnt rechts-auf-rechts genäht und dann gewendet. Am Revers habe ich etwas experimentiert und auch per Hand die Nahtzugaben auf die richtige Seite gelegt. Ich finde es schon ziemlich perfekt so.

So schaut auch die Innenverarbeitung ganz gut aus...


Das optionale Absteppen der Nähte im Rückenbereich hat das Kind abgelehnt. Ich durfte nur die Außenkanten mit Dunkelpink absteppen. Ein bisschen Spielerei wollte ich trotzdem unterbringen und habe aus den Strickkanten ein paar Patches gezaubert. Das verleiht dem Blazer noch ein etwas professionelles Finish.

 Die perfekte Botschaft gab es gleich mit dem Stoff dazu...

Jetzt, wo die Rollkragenzeit beginnt, kann man den Blazer super als zweite Lager unter der Jacke tragen. Im nächsten Jahr passt er bestimmt nicht mehr... Da muss ich mir wohl auch noch den Erwachsenen-Schnitt zulegen ;o))

Schnitt: Blazer Jazida von Schnittgeflüster, Größe 164
Stoff: Sommersweat Triangles vom Stoffmarkt

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