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Dienstag, 23. November 2021

Chobe Bag Nummer ZWEI in Blau-Gelb

 [Dieser Beitrag enthält unbeauftragte Werbung wegen Marken- und Quellen-Nennung

Gerade verschenkt und nun bereit für den Blog. Meine zweite genähte Chobe Bag nach dem Schnittmuster von Elle Puls. (Hier zum Vergleich ein Blick auf meine erste Chobe Bag.) Ein perfektes Upcycling-Projekt - nicht nur für Jeans ;o)


Eine Bastel-Kollegin hatte einen Haufen ausrangierter Jeanshosen abzugeben und gleichzeitig den Wunsch nach eben jener Chobe Bag, auf die sie schon so oft bei Pinterest gestoßen ist. Wie wunderbar, dass ich schon das Schnittmuster in meiner Sammlung hatte! Glücklicherweise hatte sich auch schon genaue Vorstellungen, welchen Stoff sie innen sehen möchte, einen gelben Dry Oilskin, den sie schon an meiner Yello Bag betasten konnte.


Die Jeans hatten schöne unterschiedliche Waschungen, die ich wechselseitig in den Streifen für die Vorderseite mit unterbringen konnte. Ein paar Details, wie einen Patch und auch anderen Schnickschnack konnte ich ebenfalls mit unterbringen. Ich musste lediglich Jeans-Garn, Reißverschluss und die Metallteile (D-Ringe, Karabiner, Nieten) neu kaufen. Zu den Jeans bekam ich auch ein Stück braunes Leder, das so wunderbar roch, wie meine Kindheitserinnerung beim Besuch des örtlichen Schuhladens! Aus dem Leder habe ich die D-Ring-Halterungen, den Taschenboden und den Taschengriff genäht.




Für die Rückseite hatte mir etwas Besonderes überlegt. Die coolen Destroyed-Effekte an einigen der Hosen wollte ich unbedingt mit nutzen. Dafür habe ich die "Löcher" mit Jeansstoff hinterlegt und je ein Vorderbein inkl. der Eingriffstaschen von der Jeans abgetrennt. Dort, wo der Reißverschluss und die Hosenmitte sitzt, habe ich einen Streifen Jeansstoff eingesetzt und mit dem Jeans-Garn einen Reißverschluss-Eingriff nachgeahmt. Die Taschen sind so natürlich voll nutzbar, da die Eingriffe tief genug sitzen - natürlich nicht für Wertsachen ;o)




Innenansicht Rückseite vor dem Wenden


Mein Obertransportfuß hat hier wieder tolle Dienste geleistet. Eine Nähnadel habe ich eingebüßt, weil durch meine Idee mit den Extras an der einen Taschenseite einfach das Material zu dick war, um mit normal anmutendem Tempo weiter zu nähen. Mit einer dickeren Nadel und der Bedienung des Handrades ging das dann viel besser weiter. Trotzdem musste ich aufgrund ausgelassener Stiche danach hier und da nochmal mit der Hand nachbessern und die ausgelassenen Stiche wieder einfangen.


Innen habe ich eine abgetrennte Gesäßtasche aufgenäht, die Anleitung gibt da gute Tipps, wie man das richtig perfekt aufnähen kann. Selbiges gilt für den tollen Taschengriff, der aus vier Teilen plus Garn besteht. Der ist mir diesmal noch besser gelungen, als bei meinem letzten Exemplar. Und wenn man es richtig macht, entgeht man auch Verletzungen ;o)) 



Was mir beim Taschengriff allerdings immernoch nicht richtig gelingt, ist das verdrehungsfreie Ummanteln des Seilkerns. Da hab ich leider immer etwas Torsion mit drin. Das lässt sich jeoch wieder zurecht schieben, so dass es beim Tragen nicht weiter auffällt. Insgesamt bin ich mit dem Griff aber sehr zufrieden!



Schnitt: Chobe Bag von Elle Puls
Stoff: Jeansreste, Lederrest, Reste vom Dry Oilskin meiner yello_bag, Reißverschluss und Nieten aus dem örtlichen Stoffladen, Beschläge (40 mm breit) von Snaply


Verlinkt bei Creativsalat sowie bei Handmade on Tuesday. sowie bei Upcycling-Love bei Firlefanz.


Dienstag, 9. Februar 2021

Meine Basteltasche - Der Prototyp

Nachdem ich im letzten Jahr schon meine Basteltasche TINKERIA für meine Freundin Ines vorgestellt, habe, wird es endlich Zeit, auch meinen Prototypen zu zeigen. Den Taschenschnitt habe ich nach den Wünschen meiner Papier-werkelnden Freundin konstruiert und einmal zur Probe genäht, bevor ich ihr Wunschmodell mit den neu gekauften Stoffen beginnen konnte. Die Anforderungen waren:
- Platz für mindestens zwei Stanzen vorn
- viele Innenfächer, große und kleine
- ausreichend Platz für ein Schneide- und Falzbrett (und das 12'' x 12'' Papier)
- Tragegurt und Tragegriffe
- optional noch Reißverschlusstaschen


So sollte sich auch eine gute Übersichtlichkeit ergeben, ohne dass man bis zum Ellenbogen vergraben in der Tasche wühlen muss. Für sie kamen dann natürlich auch ihre Wunschstoffe in Lieblingsfarben zum Einsatz. Ich habe für meinen Prototypen genutzt, was da war und einigermaßen zusammen passte ;o))


Hier oben sieht man die Vorderseite mit den Stanzentaschen und einem Reißverschlussfach für Stempelkissen und Acrylblöcke.


Der Platz für die Aufsatztaschen, in welche die zwei Stampin'Up®-Stanzen untergebracht werden sollten,  orientierte sich am breiteren Modell der mir bisher bekannten Stanzengrößen. Eine schmale Stanze passt natürlich auch rein, sitzt aber lockerer. Sie fällt aber auch nicht heraus, weil ich die Stabilisierung des Außenstoffes entsprechend dick gewählt habe.


Ins rückseitige Reißverschlussfach passen bequem zwei Stempelsets rein. Oder auch kleinere Papierformate.


Innen gibt es zwei lange Fächer für Schneidebrett und Papier sowie zwei kurze Fächer für kleine Falzbretter, Stempelsets usw. Außerdem habe ich noch zwei Innentaschen in ein langes Fach integriert, wobei ich für ein Aufhebewerkzeug oder ein Falzbein noch eine Innentasche schmal abgesteppt habe. Insgesamt gefällt uns die Aufteilung sehr gut. Für ein Außer-Haus-Projekttreffen passt alles rein, was man an einem Nachmittag verbasteln möchte.




Insgesamt habe ich für die Konstruktion inkl. der Berechnung für den Stoffverbrauch fünf Feierabende gebraucht. Das Nähen der Tasche ging beim Folgemodell natürlich schon weitaus schneller. Aber ich bin ja hier nicht im Wettkampf und auch slow sewing ist meditativ ;o)


Da ich ja mittlerweile auch selbst viel (mehr) mit Papier bastele, hat der Prototyp bei mir natürlich eine tolle Verwendung. Sollte es dann hoffentlich bald wieder möglich sein, zu Basteltreffen zu fahren, ist sie selbstverständlich ein nützlicher Begleiter.


Schnitt: Mein eigener. Basteltasche TINKERIA
Stoff: Canvas für außen, Baumwolle für innen - beides aus dem Fundus
Zubehör: Endlos-Reißverschluss, Soft & Stable sowie Vlieseline H630 zum Stabilisieren, D-Ringe und Karabiner in Farbe Gunmetal, Gurtband - auch alles aus dem Fundus 




Dienstag, 14. Juli 2020

Tasche L.A. aus Dry Oilskin Resten

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Meine letzte Tasche L.A. ist noch gar nicht so alt. Sie wurde ja als Geschenk genäht. Jetzt brauchte ich eine eigene! Auch hier habe ich keinen neuen Stoff angeschnitten, sondern vorhandene Reste verwendet. 


Durch die Erfahrungen des ersten Exemplars kannte ich schon meine Schwachstellen und konnte sie besser umschiffen. Die kurzen Seiten der Innentasche hatten schon beim ersten Mal ein angenähtes Innenfutter, das Absteppen der Flügelchen ist auch besser gelungen, aber noch nicht perfekt.



Damit ich in keine persönliche Krise beim Festnähen der Reißverschlussversäuberung bekomme, denn beim Oilskin sieht man ja jeden Nadelstich im Stoff, habe ich den Streifen erst wie beschrieben von der Außenseite vorgeheftet und dann nach dem Umschlagen per Hand angenäht. Durch den steifen Stoff auch kein wirkliches Vergnügen, aber sehr meditativ ;-)



Zum sauberen Absteppen des Kunstleders habe ich den Trick mit dem Klebestreifen unter dem Nähfuß probiert und bin total begeistert! Schaut super sauber aus und kein Stich ist ausgelassen. Das passiert mir nämlich manchmal, wenn ich den Obertransportfuß benutze. Dicker Stoff wird zwar schön transportiert, aber durch den großen Durchlass wird er nicht gut genug angedrückt und meine Maschine lässt dann Stiche aus.


Meine Stifte und Pinsel passen da super rein, fallen aber bei Überfüllung oberhalb der Flügelchen raus. Macht nix, habe alles schön aufgeteilt und nichts geht verloren. Und das Täschchen kann perfekt mit der yello_bag und dem Rucksack kombiniert werden. Ich kann es innen an den Karabinerhaken der Taschen vorne am Bändchen einklinken.


Schnitt: Tasche L.A. von Elle Puls
Stoff: Reste vom Dry Oilskin meiner yello_bag und dem Rucksack-Projekt Mach Dein Ding 2018, Reißverschluss-Reste aus beiden Projekten, Kunstleder- und Innenstoff-Rest von der ersten yello_bag (findest du über meine Suchleiste rechts)




Verlinkt bei CreadienstagHandmade on Tuesday sowie Dings vom Dienstag.

Dienstag, 9. Juni 2020

Tasche L.A. als Resteverwertung

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Der Newsletter zur Veröffentlichung des Schnittes der Tasche L.A. hat mich sofort gefesselt. Der Schnitt war mal ganz was anderes, obwohl ich mich schon an die Sew-together-Bag erinnert fühlte. Die wollte ich auch schon immermal genäht haben...


Also zugeschlagen, Schnitt gekauft. Für ein Probeexemplar dachte ich, wäre es gut, sich an Reststoffen zu versuchen. Für ein Schulkindmädchen hatte ich gerade eine 'Wunsch-Schultüte genäht. Da sind Stoffrest übrig. Und für Rechenkette, Schere und Klebestift etc. braucht man ja auch Platz im Ranzen...


Was ich gut fand war die Art des Nähens, die Form der Öffnung, die Varianten, die möglich sind, die Kombinationsfreudigkeit, die sich hier stillen lassen kann.




Was mich verwundert hat, waren Verweise in der Anleitung zu Stellen, die nicht passten. Die Art des Annähens der Reißverschlusseinfassung fand ich auch nicht ideal. Da ich kein blutiger Anfänger mehr bin, habe ich sehr viel geheftet, das hat geholfen, damit sich nichts verschiebt. Der gewählte Jeansstoff war vielleicht auch etwas zu fest, dass es doofe Knubbel an den kurzen Enden des Reißverschlusses gab.


Hier hatte ich ja das Glück, den Jeansstoff mit einem so passenden Garn zu nähen, dass ich erst den Reißverschluss quasi unsichtbar absteppen konnte, um dann, als alles wirklich gut aussah, mit einem farbigen Garn nochmal schön abzusteppen.


Um die Stoffe der Schultüte noch einmal gänzlich aufzugreifen, habe ich aus den Pinguinen nach EPP-Methode kleine Hexies auf Filz genäht und diese im anschluss per Hand auf dem Außenstoff befestigt. Falls die Tasche dann doch nichts für das Schulkind ist, wird die Mutti vielleicht ein Erbarmen haben und das gute Stück dann ohne Hexies nutzen wollen. Die kann man dann noch gut abtrennen...


Die kleinen Holzkugeln hatte ich noch im Schrank und mit passender Acrylfarbe bemalt, damit sich die Zipper besser fassen lassen. Und etwas Gebamsel kann ja auch nie schaden ;o)


Letzten Endes bin ich sehr froh, dieses erste Exemplar aus Jeans genäht zu haben und nicht aus einem Oilskin oder ähnlichem. Nun weiß ich, wo brisante Stellen sind und wo man besser mehr als aufpasst, damit man später nicht trennen muss. Neue Ideen für die Tasche L.A. stehen jedenfalls schon Schlange...


Schnitt: Tasche L.A. von Elle Puls
Stoff: alte Jeans, Reste von der Schultüten-Herstellung, Reißverschluss aus dem örtlichen Stoffladen

 
Verlinkt bei CreadienstagHandmade on Tuesday sowie Dings vom Dienstag.

 

Dienstag, 10. März 2020

Meine Basteltasche TINKERIA

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Recht glücklich und zufrieden kann ich heute meine Basteltasche TINKERIA vorstellen. Meine Freundin Ines, die in ihrer Bastelwerkstatt TINKERIA ganz wunderschöne Karten und Geschenkverpackungen aus Papier bastelt, hat sich eine Tasche für den Transport ihrer Bastelutensilien gewünscht, wie Schneide- und Falzbrett, Stanzen, Stempelkissen, Stempelsets, Papier und, und, und... Ein fertiges Schnittmuster, das ich kaufen oder for free irgendwo downloaden konnte, gab es leider nicht. Da meine Freundin aber auch vieles für mich möglich machte, wollte ich hier natürlich nicht die Segel streichen und habe einen Taschenschnitt selbst konstruiert.


Meinen Prototypen habe ich auf Instagram schon gezeigt, hier zeige ich heute meine erste offizielle Version, die sich aber eigentlich gar nicht vom Prototypen unterscheidet. Ich habe gleich einen Volltreffer gelandet :o))


Vorn sollte Platz für zwei Stampin'Up®-Stanzen sein. Da gibt es breitere und schmalere Versionen. Ich habe die Aufsatztaschen passgenau für das breite Modell entworfen. Die schmale Stanze passt natürlich auch rein. Sie fällt auch nicht heraus, weil ich die Stabilisierung des Außenstoffes entsprechend dick gewählt habe. Dazwischen ist ein kleines Reißverschluss-Fach.


Auf der Rückseite gibt es ein ganz großes Reißverschluss-Fach. Die Seitenteile sind noch ohne Verstaumöglichkeit. Sicherlich kann man bei Bedarf und nach Geschmack auch hier noch Fächer unterbringen. Ich habe mich an die Wünsche meiner Freundin gehalten.



Innen gibt es zwei lange Fächer für Schneidebrett und Papier sowie zwei kurze Fächer für kleine Falzbretter, Stempelsets usw. Außerdem habe ich noch zwei Innentaschen in ein langes Fach integriert, wobei ich für einen Stift oder ein Falzbein oder ein anderes schmales Werkzeug noch eine Innentasche schmal abgesteppt habe.


Insgesamt habe ich für die Konstruktion inkl. der Berechnung für den Stoffverbrauch fünf Feierabende gebraucht. Da der Prototyp schon super passte, war das gut investierte Arbeit. Den Prototypen habe ich aus Canvas außen und innen Baumwollstoff genäht, hier und da mit Resten Dry Oilskin ergänzt. Dort konnte ich bei einem Missgeschick oder einer Fehlplanung auch gut auftrennen und neu nähen. Bei der hier verwendeten beschichteten Baumwolle ging das nicht so einfach bzw. gar nicht. Bei jedem Stich bleibt ein Loch im Stoff. Da will die Stoffwahl tatsächlich auch gut geplant sein.


Einen kleinen Anhänger, einen Taschenbaumler sozusagen, zur Erinnerung habe ich noch frei Schnautze dazu genäht und beplottet.


Meine Freundin hatte die Stoffe für sich ausgesucht und wie beim Basteln von Karten oder Geschenkverpackungen auch, hat sie wieder einmal einen sehr guten Geschmack bewiesen. So trägt die Tasche mit Recht ihren Namen und ich vermute, dass da bestimmt ganz bald noch ein paar mehr Bastelfreundinnen benäht werden wollen ;o)


Schnitt: Mein eigener. Basteltasche TINKERIA
Stoff: Beschichtete Baumwolle Palmenblatt dunkelpetrol und Curry von Stoffe Hemmers, Innenstoff Baumwolle mit Dreiecken vorn von Snaply,
Zubehör: Endlos-Reißverschluss aus dem Fundus; Thermolam, D-Ringe und Karabiner in Messing von Snaply; Gurtband sowie Vlieseline H630 aus dem örtlichen Stoffladen