Auch in meiner Gemeinde gibt es zu wenig oder teils gar keine Mundschutzmasken, die zugewiesen werden konnten. Unsere Gemeindepädagogin startete einen Aufruf an alle, die können und wollen, bitte selbst genähten Nachschub zu liefern, damit Altenpflegeheim, Pflegedienst und andere medizinische Einrichtungen zumindest mit einem kleinen Schutz irgendwie weiter arbeiten können.
Dass hiermit die FFP3-Norm nicht erfüllt wird, muss ich wahrscheinlich nicht noch einmal erwähnen. Aber es ist besser als gar kein Schutz und schützt zumindest andere vor der eigenen Übertragung von vergleichsweise geringeren Erkältungskrankheiten.
Anleitungen gibt es viele. Auch kostenlose glücklicherweise. Bisher habe ich mich an die von mir liebevoll Affenschnuten heran gewagt. Das Schnittmuster in vier Größen gibt es bei Nähtalente.
Ich habe jeweils Baumwollstoffe gewählt, heiß vorgewaschen und getrocknet. Die MNS-Masken werden mit Gummilitze (im Volksmund auch als Schlüpfergummi bekannt) an den Ohren befestigt und liegen durch die Schnittführung ganz gut an. Als dritte Lage kommt ein entsprechend zugeschnittenes Stück Nesselstoff, das ich gegen Ausfransen abgekettelt habe, dazu. Diese wird in die vorgesehene Öffnung eingeschoben. Der Schutz kann vor Wiederverwendung ausgekocht werden.
Die Tage werde ich noch die dreifach gefalteten schlichten viereckigen Masken von Sewsimple versuchen. Dort wird oben ein Draht (ich nehme Basteldraht) zur Anpassung an die Nasenpartie eingearbeitet. Hier habe ich schon Molton-Tuch und Köperstoff vorbereitet. Der mir bekannte Bedarf an den Masken ist aktuell mehr als reichlich und geht schon fast in den 3-stelligen Bereich. Diese zwei Stück hier sind weniger als ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber bei Homeschooling und Arbeiten auch am Arbeitsplatz sowie Haushalt schaffe ich nicht mehr an einem Tag...
Vielleicht könnt Ihr Euer Näh-Talent ja auch entsprechend in Eurer Gemeinde einbringen? Stoffreste sind ja super geeignet und meistens überall vorhanden.
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Dienstag, 24. März 2020
Dienstag, 7. Januar 2020
Schlüsselanhänger - ultimativ fix
[Dieser Beitrag enthält unbeauftragte Werbung durch Marken- und Quellen-Nennung]
Zum Weihnachtsfest gehört bei uns - wie bei vielen anderen wahrscheinlich auch - der Besuch von Freunden mit dazu. Da kommt bei uns seit Jahren ein Teil unseres Freundeskreises zusammen. Mit Kindern natürlich. Turbulenter Trubel am Tannenbaum. Leckeres Essen. Gute Unterhaltung. Garantiert keine Missstimmung ;o))
Und obwohl wir uns ja keine Geschenke machen wollen, weil es ja schon Geschenk genug ist, beisammen sein zu können (und das ist so!), komme ich niemals nicht umhin, doch etwas mitzubringen. So habe ich dieses Jahr an Weihnachten selbst viel mit Papier gebastelt und nicht wirklich genäht. Bei mir auf dem neu erweckten Instagram-Account habe ich bisher diese Basteleien gezeigt.
Heute soll es aber um Genähtes gehen. Aus meiner Sicht kann hier jeder auch ohne Nähmaschine und auch ohne Plotter gleiches zaubern. Ich habe nämlich fix noch Schlüsselanhänger gebastelt. Zunächst nur für die Herren, denn die Damen wurden mit Naturkosmetik bedacht. Für meine Mama, meine Nachbarin und meine Cousine sind dann aber auch gleich Schlüsselanhänger entstanden.
Schlüsselbandrohlinge gibt es schon in mehreren Shops zu ergattern. Filz gibt es im Bastelladen oder in Kurzwaren- oder Stoffläden. Der Filz wird auf die Breite des Schlüsselbandrohlings geschnitten. Die Länge ist Geschmackssache. Bei den dunkelblauen Anhängern (3 cm breit) habe ich es bei 20 cm belassen. Die lilafarbenen für die Ladies habe ich in der Breite von 3 cm bei 20 cm und in der Breite von 2,5 cm bei ca. 24 cm abgeschnitten.
Mit dem Plotter habe ich mir ausgedachte Sprüche aus Plotterfolien (Flexfolie in Roségold und Flockfolie in Rot) ausgeschnitten. Natürlich könnte man sich auch einfach mit einem Motiv-Stanzer die Motive ausstanzen, wenn man keinen Plotter hat oder jemanden kennt... Sprüche und Motive werden dann entsprechend der Folien-Anleitung auf den Filz gebügelt.
Für eine schönere Optik habe ich die Kanten am Filz jeweils knapp mit einem längeren Geradstich abgesteppt. Dann den Filzstreifen einklappen, den Rohling darauf schieben, mit einem Filzrest vor der Kombizange schützen und mit der Kombizange dann den Rohling schließen. Fertig!
Total cool oder?! Für die Schlüsselanhänger habe ich dann noch passende Schächtelchen gebastelt, damit sie zum Rest der kleinen Mitbringsel passen. So sind sie erst einmal vor Staub geschützt und falls sie doch nicht gefallen, können sie bei Gelegenheit gleich weiter verschenkt werden.
Material: 2 mm Filz aus dem örtlichen Stoffladen, Plotterfolien von Happy Fabric und 30 mm sowie 25 mm Schlüsselbandrohlinge mit Schlüsselring von Snaply
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Zum Weihnachtsfest gehört bei uns - wie bei vielen anderen wahrscheinlich auch - der Besuch von Freunden mit dazu. Da kommt bei uns seit Jahren ein Teil unseres Freundeskreises zusammen. Mit Kindern natürlich. Turbulenter Trubel am Tannenbaum. Leckeres Essen. Gute Unterhaltung. Garantiert keine Missstimmung ;o))
Und obwohl wir uns ja keine Geschenke machen wollen, weil es ja schon Geschenk genug ist, beisammen sein zu können (und das ist so!), komme ich niemals nicht umhin, doch etwas mitzubringen. So habe ich dieses Jahr an Weihnachten selbst viel mit Papier gebastelt und nicht wirklich genäht. Bei mir auf dem neu erweckten Instagram-Account habe ich bisher diese Basteleien gezeigt.
Heute soll es aber um Genähtes gehen. Aus meiner Sicht kann hier jeder auch ohne Nähmaschine und auch ohne Plotter gleiches zaubern. Ich habe nämlich fix noch Schlüsselanhänger gebastelt. Zunächst nur für die Herren, denn die Damen wurden mit Naturkosmetik bedacht. Für meine Mama, meine Nachbarin und meine Cousine sind dann aber auch gleich Schlüsselanhänger entstanden.
Schlüsselbandrohlinge gibt es schon in mehreren Shops zu ergattern. Filz gibt es im Bastelladen oder in Kurzwaren- oder Stoffläden. Der Filz wird auf die Breite des Schlüsselbandrohlings geschnitten. Die Länge ist Geschmackssache. Bei den dunkelblauen Anhängern (3 cm breit) habe ich es bei 20 cm belassen. Die lilafarbenen für die Ladies habe ich in der Breite von 3 cm bei 20 cm und in der Breite von 2,5 cm bei ca. 24 cm abgeschnitten.
Mit dem Plotter habe ich mir ausgedachte Sprüche aus Plotterfolien (Flexfolie in Roségold und Flockfolie in Rot) ausgeschnitten. Natürlich könnte man sich auch einfach mit einem Motiv-Stanzer die Motive ausstanzen, wenn man keinen Plotter hat oder jemanden kennt... Sprüche und Motive werden dann entsprechend der Folien-Anleitung auf den Filz gebügelt.
Für eine schönere Optik habe ich die Kanten am Filz jeweils knapp mit einem längeren Geradstich abgesteppt. Dann den Filzstreifen einklappen, den Rohling darauf schieben, mit einem Filzrest vor der Kombizange schützen und mit der Kombizange dann den Rohling schließen. Fertig!
Total cool oder?! Für die Schlüsselanhänger habe ich dann noch passende Schächtelchen gebastelt, damit sie zum Rest der kleinen Mitbringsel passen. So sind sie erst einmal vor Staub geschützt und falls sie doch nicht gefallen, können sie bei Gelegenheit gleich weiter verschenkt werden.
Material: 2 mm Filz aus dem örtlichen Stoffladen, Plotterfolien von Happy Fabric und 30 mm sowie 25 mm Schlüsselbandrohlinge mit Schlüsselring von Snaply
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Dienstag, 27. August 2019
Geburtstagskarte zum 18.
Der Sohn unserer Freundin wurde endlich 18. Seit zwei Jahren schon mache ich ihn älter, als er ist, weil ich ihn aufgrund seines schon recht erwachsenen Verhaltens älter geschätzt hatte. Schön für ihn, für mich natürlich vollkommen peinlich. Hätte ich mir ja auch wirklich mal merken können...
Auf jeden Fall wollte ich ihm zu seinem Wunsch-Geschenk auch eine Karte basteln. Die hat in Summe natürlich viel mehr Zeit in Anspruch genommen, als das Geschenk selbst. Wirklich kurios, wo man doch schöne (handmade) Karten mittlerweile auch kaufen kann. Mal von meinen beiden Karten-bastelnden Freundinnen ganz abgesehen. Aber nein, diesmal wollte ich selbst was machen. Denn der 18. ist ja auch wirklich ein ganz besonderer Geburtstag.
Von meiner Freundin hatte ich gehört, dass bald zum Friseur will, sich eine neue Frisur verpassen lassen. Unwillkürlich kam mir der Hipster Look vor mein geistiges Auge. Der junge Mann ist eigentlich eher in der Metal-Szene unterwegs als dass er sich zum Hipster erklären lassen konnte, aber egal. Die Welt steht ihm offen und so kam ich dann auch auf meinen Text in der Innenseite. Augenzwinkernd natürlich ;o))
Die Vorlagendatei für die Hipster habe ich kostenlos im WWW bekommen und diese quasi in mein Plotterprogramm gescannt. Den Text habe ich dann geschrieben, mir eine passende Schriftart gesucht und alle Buchstaben enger zusammen geschoben (es gibt glücklicherweise eine Funktion dafür) und diese miteinander "verschmolzen". So fährt der Plotter nicht ALLE Kanten ab und ich habe am Ende keinen üblen Buchstabensalat. Im Sinne der Kunst blieb nur ein bisschen Buchstabensalat ;o)
Mit einem Klebebandroller habe ich die aus schwarzem Tonkarton geplotteten Teile auf meinen Kartenrohling gebracht. Später kamen noch eine Menge lieber Worte dazwischen und alles wurde dann zusammen übergeben.
Grafikdatei for free: Hipster Men Style von den Vektortwins über Freepik
Plotter: Silhouette Cameo 2
Material: Tonkarton
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Auf jeden Fall wollte ich ihm zu seinem Wunsch-Geschenk auch eine Karte basteln. Die hat in Summe natürlich viel mehr Zeit in Anspruch genommen, als das Geschenk selbst. Wirklich kurios, wo man doch schöne (handmade) Karten mittlerweile auch kaufen kann. Mal von meinen beiden Karten-bastelnden Freundinnen ganz abgesehen. Aber nein, diesmal wollte ich selbst was machen. Denn der 18. ist ja auch wirklich ein ganz besonderer Geburtstag.
Von meiner Freundin hatte ich gehört, dass bald zum Friseur will, sich eine neue Frisur verpassen lassen. Unwillkürlich kam mir der Hipster Look vor mein geistiges Auge. Der junge Mann ist eigentlich eher in der Metal-Szene unterwegs als dass er sich zum Hipster erklären lassen konnte, aber egal. Die Welt steht ihm offen und so kam ich dann auch auf meinen Text in der Innenseite. Augenzwinkernd natürlich ;o))
Die Vorlagendatei für die Hipster habe ich kostenlos im WWW bekommen und diese quasi in mein Plotterprogramm gescannt. Den Text habe ich dann geschrieben, mir eine passende Schriftart gesucht und alle Buchstaben enger zusammen geschoben (es gibt glücklicherweise eine Funktion dafür) und diese miteinander "verschmolzen". So fährt der Plotter nicht ALLE Kanten ab und ich habe am Ende keinen üblen Buchstabensalat. Im Sinne der Kunst blieb nur ein bisschen Buchstabensalat ;o)
Mit einem Klebebandroller habe ich die aus schwarzem Tonkarton geplotteten Teile auf meinen Kartenrohling gebracht. Später kamen noch eine Menge lieber Worte dazwischen und alles wurde dann zusammen übergeben.
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Plotter: Silhouette Cameo 2
Material: Tonkarton
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Sonntag, 11. August 2019
Ein Taubenschwänzchen!
Unglaublich, ich hab's endlich geschafft! Bisher labte sich dieses unglaubliche Tierchen an den Petunien vor meiner Haustür. Bei meiner ersten Begegnung vor zwei Jahren wusste ich noch gar nicht, was ich da sehe. Zufällig hatte eine andere Nähbloggerin ein Video von einem Taubenschwänzchen in ihrem Blog. Jetzt hatte ich einen Namen zum Tier!
Es war für mich auch etwas schwierig, zu beschreiben, wonach ich eigentlich suchen musste. Kleiner Minivogel, Kolibri in Europa?
Nun wusste ich, es ist ein Schmetterling, ein Schwärmer. In den Sommermonaten auch hier in Deutschland zu finden. Ganz ehrlich, bis vor zwei Jahren habe ich so ein Tier noch nie gesehen. Und mich gibt es hier schon 40 Jahre... Letztes Jahr gab es auch nur eine kurze Begegnung. Wieder an den Petunien.
Gestern Nachmittag in meinem Garten schwirrte es plötzlich um meinen Phlox. Und ich hatte mein Handy dabei! Ein unglaublich toller Anblick, finde ich. Wenn auch nur kurz...
Es war für mich auch etwas schwierig, zu beschreiben, wonach ich eigentlich suchen musste. Kleiner Minivogel, Kolibri in Europa?
Nun wusste ich, es ist ein Schmetterling, ein Schwärmer. In den Sommermonaten auch hier in Deutschland zu finden. Ganz ehrlich, bis vor zwei Jahren habe ich so ein Tier noch nie gesehen. Und mich gibt es hier schon 40 Jahre... Letztes Jahr gab es auch nur eine kurze Begegnung. Wieder an den Petunien.
Gestern Nachmittag in meinem Garten schwirrte es plötzlich um meinen Phlox. Und ich hatte mein Handy dabei! Ein unglaublich toller Anblick, finde ich. Wenn auch nur kurz...
Dienstag, 18. Juni 2019
Feuchttüchertasche - endlich!
Meine Güte, die Kinder sind bald erwachsen, oder glauben es bald zu sein. Und ich habe immernoch keine Feuchttüchertasche (genäht). Sowas schafft man sich doch noch im Babyalter der Kinder an oder?!
Tja nun, von den Feuchttüchern kann man irgendwie immernoch Gebrauch machen, auch wenn man jetzt nicht mehr DIE Mengen davon regelmäßig im Einkaufskorb hat. Gerade deswegen benötige ich eine Feuchttüchertasche. Die Dinger werden nicht so häufig gebraucht, dass sie regelmäßig eintrocknen und dann bei "Gefahr" nicht mehr zweckgemäß eingesetzt werden können.
Gerade bei Obst- und Eisgenuss an wärmeren Tagen genügt eben eine Serviette nicht mehr aus, da muss es schon ein Feuchttuch sein. Bei mir hat sich so eins auch schon nach dem Messen der Ölstandsanzeige gut bewährt und auch beim Reinigen des Kfz vom Sommervogelkot, wenn man gerade nicht zu Hause ist. Natürlich verwende ich die Tücher nicht inflationär (siehe Eintrocknungsgefahr).
Ich habe mich anhand einiger youtoube-Videos auf das Maß 34 x 26 cm eingeschossen, da passt eine 52er Packung locker rein. Ein 26 cm langer Reißverschluss mit Zipper wird auch benötigt. Der Innenstoff besteht bei mir aus Wachstuch oder beschichteter Baumwolle und der Außenstoff aus Canvas oder einfacher Baumwoll-Webware. Den Zipper zwischen den kurzen Seiten einnähen und bei Bedarf von außen nochmal daneben absteppen.
Dann wenden und von der Innenseite her bei geöffnetem Reißverschluss die kurzen Seiten verschließen. Dabei liegt der Zipper natürlich genau mittig und bekommt bei mir kleine gefaltete Webbandstreifen aufgelegt, damit der Reißverschluss später besser aufzuziehen und zu schließen geht. Diese Kanten habe ich mit einem Streifen Schrägband bzw. Webband nochmal eingefasst. Der Schritt ist optional, man könnte auch mit Zickzack-Stich oder einer Overlocknaht versäubern. Dann alle Ecken 4 cm breit im rechten Winkel zur eben gesetzten Naht abnähen. Da hilft mir ein Geo-Dreieck zur Bestimmung der Abstände. Bis ca. 5 mm vor die eben gesetzte Naht zurück schneiden und ebenfalls wieder optional mit Schrägband/Webband einfassen (oder einfach mit Zickzack oder der Overlock versäubern). Hier die Enden des Bandes vor dem Einfassen nach innen einklappen, damit nichts ausfranst. Wenden. Fertig.
Geht echt schnell und ohne das Einfassen mit Schrägband noch schneller. Ich kann aber leider nicht anders, es muss auch von innen schick aussehen. Watt mutt, dat mutt...
So, überzeugt? Dann mal los... Es ist recht einfach.
Stoffe: Resteverwertung von dieser Handtasche mit dem Futter aus dieser Kosmetiktasche sowie Reste vom Gitarrenkissen und beschichtete Baumwolle aus dem örtlichen Stoffladen, nicht neu, aber bislang noch unangetastet
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Tja nun, von den Feuchttüchern kann man irgendwie immernoch Gebrauch machen, auch wenn man jetzt nicht mehr DIE Mengen davon regelmäßig im Einkaufskorb hat. Gerade deswegen benötige ich eine Feuchttüchertasche. Die Dinger werden nicht so häufig gebraucht, dass sie regelmäßig eintrocknen und dann bei "Gefahr" nicht mehr zweckgemäß eingesetzt werden können.
Gerade bei Obst- und Eisgenuss an wärmeren Tagen genügt eben eine Serviette nicht mehr aus, da muss es schon ein Feuchttuch sein. Bei mir hat sich so eins auch schon nach dem Messen der Ölstandsanzeige gut bewährt und auch beim Reinigen des Kfz vom Sommervogelkot, wenn man gerade nicht zu Hause ist. Natürlich verwende ich die Tücher nicht inflationär (siehe Eintrocknungsgefahr).
Ich habe mich anhand einiger youtoube-Videos auf das Maß 34 x 26 cm eingeschossen, da passt eine 52er Packung locker rein. Ein 26 cm langer Reißverschluss mit Zipper wird auch benötigt. Der Innenstoff besteht bei mir aus Wachstuch oder beschichteter Baumwolle und der Außenstoff aus Canvas oder einfacher Baumwoll-Webware. Den Zipper zwischen den kurzen Seiten einnähen und bei Bedarf von außen nochmal daneben absteppen.
Dann wenden und von der Innenseite her bei geöffnetem Reißverschluss die kurzen Seiten verschließen. Dabei liegt der Zipper natürlich genau mittig und bekommt bei mir kleine gefaltete Webbandstreifen aufgelegt, damit der Reißverschluss später besser aufzuziehen und zu schließen geht. Diese Kanten habe ich mit einem Streifen Schrägband bzw. Webband nochmal eingefasst. Der Schritt ist optional, man könnte auch mit Zickzack-Stich oder einer Overlocknaht versäubern. Dann alle Ecken 4 cm breit im rechten Winkel zur eben gesetzten Naht abnähen. Da hilft mir ein Geo-Dreieck zur Bestimmung der Abstände. Bis ca. 5 mm vor die eben gesetzte Naht zurück schneiden und ebenfalls wieder optional mit Schrägband/Webband einfassen (oder einfach mit Zickzack oder der Overlock versäubern). Hier die Enden des Bandes vor dem Einfassen nach innen einklappen, damit nichts ausfranst. Wenden. Fertig.
Geht echt schnell und ohne das Einfassen mit Schrägband noch schneller. Ich kann aber leider nicht anders, es muss auch von innen schick aussehen. Watt mutt, dat mutt...
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| Wo eins ist, kommt auch bald ein zweites daher... |
So, überzeugt? Dann mal los... Es ist recht einfach.
Stoffe: Resteverwertung von dieser Handtasche mit dem Futter aus dieser Kosmetiktasche sowie Reste vom Gitarrenkissen und beschichtete Baumwolle aus dem örtlichen Stoffladen, nicht neu, aber bislang noch unangetastet
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Dienstag, 23. April 2019
Osternester aus Stoff oder "Ostereierwarmhalteblumen"
Ostern ist fast noch frisch, daher passt dieser kleine Beitrag noch rein. Jedes Jahr zu Ostern probiere ich gern etwas Neues an der Nähmaschine aus. Im letzten Jahr habe ich Patchwork-Häschen zu Tischläufern genäht und gequiltet (hier und hier), im vorletzten Jahr habe ich einen Osterkranz und Stoffhasen genäht. Vor zwei Jahren waren es Filzhasen-Frühstückseier-Wärmer und Stoffhühner.
Dieses Jahr bin ich spontan und absolut zufällig auf ganz süße Osternester aus Stoff gestoßen und musste ich ebenso spontan an Ostern mit meinen restlichen Osterstöffchen nähen.
In der Zwischenschicht habe ich eine Lage Vliesline H630 aufgebügelt. Ein bisschen musste ich auch anstückeln, also patchworken ;o) Alles in allem ein wirklich schnelles Projekt, wenn man das Zubehör im Haus hat. Und ein schönes Geschenk und Mitbringsel. Geht natürlich auch an anderen Tagen als an Ostern. Denn Frühstückseier gibt es ja wohl nicht nur zu dieser Jahreszeit!
Meine Tochter war beim Frühstück ganz erstaunt, Eier im Nestchen zu finden, weil sie dachte, die "Blumen" wären nur Deko, aber so hätten sie ja "einen echt guten Zweck"! ;o)) Und ein bisschen neugierig bin ich jetzt schon, was man noch so zu Ostern nähen kann. So als Vorplanung für das nächste Jahr...
Schnitt: Anleitungen findet man hier bei Zeitglück und hier bei Frau Socke (auch in anderen Unterteilungen!)
Stoffe: Oster-Patchworkstoffe aus dem Fundus (früher mal aus einem unserer Stoffläden), Vliesline H630
Verlinkt bei Creadienstag und Handmade on Tuesday sowie Dings vom Dienstag.
Dieses Jahr bin ich spontan und absolut zufällig auf ganz süße Osternester aus Stoff gestoßen und musste ich ebenso spontan an Ostern mit meinen restlichen Osterstöffchen nähen.
In der Zwischenschicht habe ich eine Lage Vliesline H630 aufgebügelt. Ein bisschen musste ich auch anstückeln, also patchworken ;o) Alles in allem ein wirklich schnelles Projekt, wenn man das Zubehör im Haus hat. Und ein schönes Geschenk und Mitbringsel. Geht natürlich auch an anderen Tagen als an Ostern. Denn Frühstückseier gibt es ja wohl nicht nur zu dieser Jahreszeit!
Meine Tochter war beim Frühstück ganz erstaunt, Eier im Nestchen zu finden, weil sie dachte, die "Blumen" wären nur Deko, aber so hätten sie ja "einen echt guten Zweck"! ;o)) Und ein bisschen neugierig bin ich jetzt schon, was man noch so zu Ostern nähen kann. So als Vorplanung für das nächste Jahr...
Schnitt: Anleitungen findet man hier bei Zeitglück und hier bei Frau Socke (auch in anderen Unterteilungen!)
Stoffe: Oster-Patchworkstoffe aus dem Fundus (früher mal aus einem unserer Stoffläden), Vliesline H630
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Dienstag, 12. Februar 2019
Softshell-Gamaschen für Schmuddelwetter
[Dieser Beitrag enthält eventuell unbeauftragte Werbung wegen Marken- und Quellen-Nennung]
Wir haben kürzlich unseren ersten Familien-Winterurlaub begangen. Die Mama hat sich Schnee gewünscht, die Kinder auch und der Papa war flugs überstimmt. Schnee haben wir diesen Winter ja wirklich nur an drei Tagen gehabt. Meist war er nach ein paar Stunden schon wieder weg. Sehr doof irgendwie, wo es doch andernorts viel zu viel davon gibt...
Auf jeden Fall wollten wir Schnee. Da natürlich keiner von uns mit einer echten Schneeausrüstung ausgestattet ist - und für 1x im Jahr muss das ja auch nicht sein - habe ich mir überlegt, die Schuhe zumindest mit Gamaschen aus Softshell zu schützen. Vor feuchtem Schnee, oder wie der Wetterdienst angekündigt hatte, vor viel Regen.
Bei Makerist ein Freebook gesehen, dessen Schnitt ich ein wenig umgestaltet hab. Vorn sollte sich ein Bogen nach oben ergeben, ich wollte einen kleinen nach unten. Das war's auch schon. Nach der ersten Anprobe stelle ich fest, das passt nur dem Tochterkind...
Also das Gleiche nochmal für Herrn Sohn und für mich suchte ich nach einer anderen Lösung. Ich brauchte vorn mehr "Nase". Fündig bin ich bei einer online-Anleitung geworden, wo man sich den Schnitt selbst basteln muss ;-\ Eigentlich ja nix für mich. Ich hab es gern ganz genau. Aber es half ja nix, der erste Versuch ist wirklich ganz gut gelungen:
Die Kanten habe ich mit Satin-Schrägband versäubert. Bei den Kinder-Gamaschen habe ich die vertikalen Außenkanten erst mit der Overlock versäubert und dann einfach umgenäht.
Genäht habe ich mit einer dünnen 60er Micotex-Nadel bei Stichlänge 3,0 und abgesteppt habe ich bei 3,5. Verschlossen werden die Gamaschen mit je vier KamSnaps. Eine schnelle und einfache Lösung. Und auch wenn es keinen Schneetest gab, die Gamaschen wärmten wunderbar!!!
Freebook Kinder-Gamaschen: Mamu Design, der Schnitt ist an sich für Erwachsene gedacht, wird bei dünneren Stoffen auch funktionieren
Anleitung für Erwachsenen-Gamaschen: Maria Ponkhoff
Für alle die, die wie ich nicht so gern basteln mögen, gibt es auch einen kostenpflichtigen Schnitt bei Alles für Selbermacher.
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Wir haben kürzlich unseren ersten Familien-Winterurlaub begangen. Die Mama hat sich Schnee gewünscht, die Kinder auch und der Papa war flugs überstimmt. Schnee haben wir diesen Winter ja wirklich nur an drei Tagen gehabt. Meist war er nach ein paar Stunden schon wieder weg. Sehr doof irgendwie, wo es doch andernorts viel zu viel davon gibt...
Auf jeden Fall wollten wir Schnee. Da natürlich keiner von uns mit einer echten Schneeausrüstung ausgestattet ist - und für 1x im Jahr muss das ja auch nicht sein - habe ich mir überlegt, die Schuhe zumindest mit Gamaschen aus Softshell zu schützen. Vor feuchtem Schnee, oder wie der Wetterdienst angekündigt hatte, vor viel Regen.
Bei Makerist ein Freebook gesehen, dessen Schnitt ich ein wenig umgestaltet hab. Vorn sollte sich ein Bogen nach oben ergeben, ich wollte einen kleinen nach unten. Das war's auch schon. Nach der ersten Anprobe stelle ich fest, das passt nur dem Tochterkind...
Also das Gleiche nochmal für Herrn Sohn und für mich suchte ich nach einer anderen Lösung. Ich brauchte vorn mehr "Nase". Fündig bin ich bei einer online-Anleitung geworden, wo man sich den Schnitt selbst basteln muss ;-\ Eigentlich ja nix für mich. Ich hab es gern ganz genau. Aber es half ja nix, der erste Versuch ist wirklich ganz gut gelungen:
Die Kanten habe ich mit Satin-Schrägband versäubert. Bei den Kinder-Gamaschen habe ich die vertikalen Außenkanten erst mit der Overlock versäubert und dann einfach umgenäht.
Genäht habe ich mit einer dünnen 60er Micotex-Nadel bei Stichlänge 3,0 und abgesteppt habe ich bei 3,5. Verschlossen werden die Gamaschen mit je vier KamSnaps. Eine schnelle und einfache Lösung. Und auch wenn es keinen Schneetest gab, die Gamaschen wärmten wunderbar!!!
Freebook Kinder-Gamaschen: Mamu Design, der Schnitt ist an sich für Erwachsene gedacht, wird bei dünneren Stoffen auch funktionieren
Anleitung für Erwachsenen-Gamaschen: Maria Ponkhoff
Für alle die, die wie ich nicht so gern basteln mögen, gibt es auch einen kostenpflichtigen Schnitt bei Alles für Selbermacher.
Verlinkt bei Creadienstag sowie Dings vom Dienstag.
Dienstag, 6. November 2018
Superhelden-Kostüm für einen Affen
... nein, nicht für einen echten Affen. Aber für das allerliebste Äffchen-Kuscheltier der Tochter meiner Freundin. Sie wünschte sich für diesen ein Superhelden-Kostüm, weil Äffchen Coco nunmal IHR Superheld war. Punkt.
Meine Freundin hat beim Äffchen von allen Seiten Maß genommen und mir diese Daten übermittelt und ich habe lange nach einem möglichen Schnitt gesucht, um dem Tier die "Hosen anzuziehen". Bei Firlefanz fand ich ganz hervorragende Freebooks zu diesem Thema - Puppenkleiderschnitte für so ziemlich jede mögliche Größe. Ganz liebevoll erstellt und bebildert.
Für das Äffchen wählte ich die Größe 2. Hier lagen wir mit den meisten Maßen im Mittelfeld und der ausgesuchte Jersey ist ja auch etwas dehnbar. Mittendrin fiel mir ein - ein Affe hat doch einen Schwanz! Herrje, der muss ja auch berücksichtigt werden. Mit zwei Reststücken experimentierte ich etwas herum und voilá ich habe aus der vorgesehenen roten Hose zusammen mit dem Hauptkostüm ein Löchli für das Affenschwänzchen geschaffen.
Die Hosenteile (aus dickem Sweat) sind in den Seitennähten mit eingefasst und die Hose kann deshalb nicht herunter gezogen werden. Alle Kanten blieben unversäubert. Den Hosenbund habe ich mit einer Jerseynudel direkt am Hauptkostüm festgesteppt. Hier könnte man natürlich auch noch an Gürtelschlaufen denken und an eine Gürtelschnalle (jaaa, man kann es übertreiben und es macht Spaß!). Für eine authentischere Optik habe ich das Hosenvorderteil einmal von links knapp neben dem Bruch mittig abgesteppt und außerdem von außen einen Hosenschlitz angedeutet.
Die Knopfwahl hat mein Mann übernommen. Ich tendierte mehr zu türkisen größeren Knöpfen, mein Mann war direkt für Gelb!
Der Umhang entstand aus einem Reststück Futterstoff, den ich an den langen Kanten mit einem Rollsaum versäubert habe. Am oberen Rand habe ich ein Stück Ripsband wie einen Beleg angenäht und anschließend von der anderen Seite nochmal abgesteppt. Die Bänder habe ich lang genug gelassen, damit die junge Dame ihrem Superhelden das Cape mit einer Schleifen umbinden kann. Einen Druckknopf könnte man ja später optional noch hinzu fügen.
Sehr zur Freude aller passte das Affenkostüm auch noch! Etwas enger könnte es noch sein, so ist es aber sehr bequem. Presswurstpelle ist gerade bei Superhelden nicht angesagt, hab ich gehört ;o))
Schnitt: Freebook Puppenlöwenzahn von Firlefanz, Gr. 2 (etwas modifiziert)
Stoff: Jersey- und Sweat-Reste aus der Restekiste
Unbezahlbar war die Freude der kleinen Maus, als sie ihr Äffchen Coco dann im Kostüm von ihrer kleinen Schwester präsentiert bekam! Sooooo schön! Danke Kristina von Firlefanz!
Verlinkt bei HoT und Creadienstag sowie bei Made for Girls von Sewing Elch.
Meine Freundin hat beim Äffchen von allen Seiten Maß genommen und mir diese Daten übermittelt und ich habe lange nach einem möglichen Schnitt gesucht, um dem Tier die "Hosen anzuziehen". Bei Firlefanz fand ich ganz hervorragende Freebooks zu diesem Thema - Puppenkleiderschnitte für so ziemlich jede mögliche Größe. Ganz liebevoll erstellt und bebildert.
Für das Äffchen wählte ich die Größe 2. Hier lagen wir mit den meisten Maßen im Mittelfeld und der ausgesuchte Jersey ist ja auch etwas dehnbar. Mittendrin fiel mir ein - ein Affe hat doch einen Schwanz! Herrje, der muss ja auch berücksichtigt werden. Mit zwei Reststücken experimentierte ich etwas herum und voilá ich habe aus der vorgesehenen roten Hose zusammen mit dem Hauptkostüm ein Löchli für das Affenschwänzchen geschaffen.
Die Hosenteile (aus dickem Sweat) sind in den Seitennähten mit eingefasst und die Hose kann deshalb nicht herunter gezogen werden. Alle Kanten blieben unversäubert. Den Hosenbund habe ich mit einer Jerseynudel direkt am Hauptkostüm festgesteppt. Hier könnte man natürlich auch noch an Gürtelschlaufen denken und an eine Gürtelschnalle (jaaa, man kann es übertreiben und es macht Spaß!). Für eine authentischere Optik habe ich das Hosenvorderteil einmal von links knapp neben dem Bruch mittig abgesteppt und außerdem von außen einen Hosenschlitz angedeutet.
Die Knopfwahl hat mein Mann übernommen. Ich tendierte mehr zu türkisen größeren Knöpfen, mein Mann war direkt für Gelb!
Der Umhang entstand aus einem Reststück Futterstoff, den ich an den langen Kanten mit einem Rollsaum versäubert habe. Am oberen Rand habe ich ein Stück Ripsband wie einen Beleg angenäht und anschließend von der anderen Seite nochmal abgesteppt. Die Bänder habe ich lang genug gelassen, damit die junge Dame ihrem Superhelden das Cape mit einer Schleifen umbinden kann. Einen Druckknopf könnte man ja später optional noch hinzu fügen.
Sehr zur Freude aller passte das Affenkostüm auch noch! Etwas enger könnte es noch sein, so ist es aber sehr bequem. Presswurstpelle ist gerade bei Superhelden nicht angesagt, hab ich gehört ;o))
Schnitt: Freebook Puppenlöwenzahn von Firlefanz, Gr. 2 (etwas modifiziert)
Stoff: Jersey- und Sweat-Reste aus der Restekiste
Unbezahlbar war die Freude der kleinen Maus, als sie ihr Äffchen Coco dann im Kostüm von ihrer kleinen Schwester präsentiert bekam! Sooooo schön! Danke Kristina von Firlefanz!
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