Donnerstag, 26. Januar 2017

Bunte Luftballonhüllen

Ja, auch einem Luftballon gefallen lebensverlängernde Maßnahmen. Denn ist es nicht doof, wenn man die Kiddies gerade mit dem frisch aufgeblasenen Ballonspaß mit keuchenden Lungen losgeschickt hat, um dann nach gefühlten drei Sekunden den Freude beendenden Knall vernimmt?!


 Da wollte ich doch gern ausprobieren, was ein Ballon so alles mit Schutzhülle aushalten kann. Und ich finde, eine Menge! Wie ein Basketball werden jetzt die einfachsten Luftballons geprellt, quer durch die Wohnung geschossen (oh jeee!) und manchmal auch etwas unvernünftig ruppig gequetscht. 


Genäht wurden die beiden Ballonhüllen nach der Vorlage von hier.

Die für unseren jungen Mann habe ich genäht und das Fräulein Tochter hat sich an ihrer eigenen versucht. Die Sechsecke habe ich dann angenäht, aber die Stecknadeln beim zusammenheften hat sie gesteckt. War ja nicht so ganz einfach, die leichten Rundungen nachzunähen, da hätten wir auch mal mit einer einfachen Kissenhülle anfangen können ;o)

Ich suche demnächst noch nach einer größeren Vorlage, da mir diese hier für unsere Kiddies schon ein wenig zu klein vorkommt. Aber Spaß ist allemal garantiert.


Verlinkt bei Lunaju / Kiddikram.

Dienstag, 17. Januar 2017

Trägerkleid mit Kapuze in Rosa & Grau... ein Wintertraum!

Gleich nach dem ersten Winterkleidchen für mein Töchterlein hat es mich wieder gepackt und ich musste noch eins nähen. Na gut, der Stoff war sowieso schon im Herbst gekauft worden und eigentlich wollte ich den für mich, aber was ist mir denn eine größere Freude als die Freude meines Töchterleins?

Durch die Tutorial-Erweiterung von klimperkleins Trägerkleid mit langen Ärmeln, Bauchtasche und Kapuze konnte ich direkt an meinen Kleider-Nähwahn anknüpfen. Der Elan hatte mich so im Griff, dass ich gleich noch höhere, bisher ungenähte Ziele ansteuerte. Als da wären:

- Kapuze
- Bauchtasche
- Volant
- falsche Knopfleiste
- und zu guter Letzt auch noch eine Streifenversäuberung für die Kapuzennaht...!



 Ich habe mich auch direkt wieder an eine Paspel gewagt. Diesmal eine falsche. Im Stoffladen gab es keine passende Farbe und daher fiel meine Wahl auf einen weißen Jersey. Dafür hab ich im Stoffladen diese unglaublich schöne elastische Spitze zum Verzieren der Knopfleiste und der Kapuze mitgenommen!



Der Schnitt ist gut erklärt und bebildert. Als Anfänger hätte ich mich über eine noch bessere Anleitung zum Einnähen der Ärmel gefreut. Einen mittigen Ansatzpunkt zum Beispiel. Sonst kann ich das ebook unbedingt empfehlen. Es gibt eine Unmenge an Varianten auszuprobieren.



Das eine oder andere ist wie immer nicht so glatt gelaufen, wie ich es mir gewünscht hätte, aber ich bin viel zufriedener als sonst - und das bei so hohen Ansprüchen! Ganz besonders freue ich mich über den gelungen Musterverlauf an der Bauchtasche und die schöne Paspel. Die eine Woche Feierabendarbeit hat sich voll gelohnt!



 Mein Tochterkind hat das Überreichen des Kleides mit lautem Gequietsche quittiert. Ich fürchte, bis zum Fasching wird sie es nicht mehr ausziehen wollen ;o)




Schnitt: Trägerkleid von klimperklein und Erweiterung für die Ärmel, Kapuze und Bauchtasche
Stoff: Jersey Hirsche im Wald von Stenzo, butterweiche feine Bündchenware von Hilco, grauer Sweat von Swafing

Verlinkt bei Lunaju / Kiddikram, Handmade on Tuesday und Made 4 Girls.



Donnerstag, 5. Januar 2017

Winterkleid mit Rollkragen und Kellerfalten

Mein Fräulein Tochter wurde zu Weihnachten natürlich auch von mir bedacht und bekam nun endlich ihr ersehntes Winterkleid mit Rollkragen. Die Stoffe dazu hat sie sich bereits vor langer Zeit ausgesucht und sie hätten natürlich auch gut in den Sommer gepasst. Aber nicht nur Kleiderschränke, sondern auch Mamas Nähzeit haben ihre Grenzen.


Die Madame hat bestimmt, welches Stöffchen zu Kragen, Manschetten, Rockteil etc. verarbeitet werden darf. Mit dem Schleifchen habe ich sie überrascht. Es könnte fast etwas weniger groß sein, aber man muss ja mal was ausprobieren. Und seit Weihnachten zieht sie das gute Stück nun fast nicht mehr aus.


Der Schnitt vom Rollkragenkleid von Lillesol und Pelle kommt mit ganz unterschiedlichen Näh-Varianten daher. Man kann drei verschiedene Kragenversionen nähen, mit und ohne Kellerfalten.


Ich habe mich für die weite, also die mittlere Kragenvariante entschieden (es gibt noch die enge und die extra weite Variante). Den Streifen zwischen Oberteil und Rock habe ich selbst gebastelt, das wurde so vom Kind gewünscht.


Schnittmuster: lillesol basics No.39 Kleid mit Rollkragen
Stoff: Jersey aus der Eden-Kollektion von Hamburger Liebe: Rock und Ärmel aus eve's apple, Kragen, "Gürtel" und Manschetten aus sea of blossoms, petrolfarbener Sweat für das Oberteil von Swafing


Und hier noch ein paar Bilder mit ohne Sonnenschein. Die will ich nicht vorenthalten, das Kind hat so schön mitgemacht beim Fototermin <3


 

 



Verlinkt bei KiddiKram /LunaJu und Made 4 Girls.

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Sweater Alice, erster Versuch

Für den bevorstehenden (?) Winter habe ich mir vorgenommen, mir auch einen Kuschelpulli zu nähen. Neben der schwarzen Tante Hertha sollte eine helle Alice her. Mal wieder ganz unbunt, ein bisschen Abwechslung nach meinem rot-blauen Rentier-Kleid.

Den Sweater habe ich mir jetzt im Urlaub in einem Rutsch durch genäht, vom Spätnachmittag bis Mitternacht mit den typischen Unterbrechungen für Kinderbetütelung. Der Schnitt ist ganz einfach zu nähen, es gibt Variationsmöglichkeiten, die ich aber alle weggelassen habe, weil ich schnell, schnell, schnell sein wollte.

Ich habe zum ersten Mal Kuschelsweat vernäht und fand ihn wirklich wunderbar. Mir gefällt an meinem Stöffchen die Musterung, so dass es doch nicht ganz langweilig in der Optik daher kommt. Für das Halsbündchen habe ich ebenfalls den Sweat benutzt, aber beim Annähen wohl nicht fest genug gezogen und nun steht das Bündchen etwas ab. Hmm, naja, soll natürlich so sein, falls einer fragen sollte. Schließlich ist der Ausschnitt ja gewollt etwas weiter. Für mich als Frostbeule ist der Sweater ideal, da man dem Lagenlook ungestraft frönen kann, ohne dass was aufträgt. Ich werde die Alice dann nochmal aus einem Strickstoff nähen, bin gespannt, wie die dann ausfällt.

Schnitt: Raglan-Sweater Alice von Danie / Prülla
Stoff: Kuschelsweat aus dem örtlichen Stoffladen
Bündchenware: ebenfalls aus dem örtlichen Stofflädchen (beides leider ohne Herkunftsangabe)

Ein letztes Mal in diesem Jahr verlinkt bei RUMS.




Allen Lesern wünsche ich einen schönen Silvestertag und einen guten Rutsch rüber ins Jahr 2017!


Dienstag, 27. Dezember 2016

Die Kosmetiktasche - ein schnelles Geschenk

Bei mir war ja schon länger in Planung, mich auch einmal an einer Kosmetiktasche zu versuchen. Eine schnelle Variante war hier gefragt und tatsächlich, den Schnitt, den ich als Freebook bei Lillesol & Pelle (den Link zum Schnittmuster gibt's dort im Text) gefunden habe, konnte ich tatsächlich super schnell nähen.

Ein bisschen habe ich mich an Reißverschluss-Varianten aus anderen Projekten versucht. Die pink-blaue Tasche habe ich ganz normal genäht, bei den anderen beiden habe ich Reißverschluss-Verstecker bzw. Reißverschluss-Enden dran genäht. Bei der gelben Tasche habe ich innen beschichtete Baumwolle benutzt, das ergab den besten Stand. Alle Taschen wurden wegen des Anspruchs schnell genäht zu werden ohne Verstärkung bzw. Vliesline hergestellt. Jetzt würde ich irgendwann noch einmal Wachstuch ausprobieren wollen. 

Alles in allem ein spaßiges, schnelles Projekt, ein super Last-Minute-Geschenk (übrigens auch in Herrenfarben möglich) für NachbarINNEN, KindergärtnerINNEN, Freunde, KinderfreundINNEN...







Donnerstag, 22. Dezember 2016

Mein Kleid zu Weihnachten

... für den Winter und überhaupt! Ich glaube, ich habe fast vier Wochen lang daran herum gebastelt, zwischendrin sehr viel überlegt, nochmal Stoff nachgekauft, Ideen geschmiedet und letzten Endes einige davon wieder verworfen. Wie das immer so ist, wenn man etwas perfekt machen möchte.

Den Stoff hatte ich im Herbst ganz günstig als Reststoff im örtlichen Stofflädchen ergattert und wusste sofort, das wird mein WinterWeihnachtsKleid! Eine Ophelia hatte ich auch damals schon im Kopf.

Leider hat der Stoff nur für einen ganzen langen Ärmel gereicht und so ging die Planung in: woanders nachkaufen oder Ärmel stückeln und ein bisschen basteln. Ich habe mich dann für das Basteln entschieden. Außerdem dachte ich, es wäre dann vielleicht doch ein wenig zu viel Rot mit im Spiel. Ich hatte auch überlegt, ob ich etwas dezenter mit der Bündchenfarbe bleiben soll? Cremefarbenes Bündchen hatte ich im Arm, aber auch das Blaue. Wie bei meiner ersten Lady Ophelia auch, hat die Farbvielfalt mal wieder gesiegt und das Cremefarbene musste zurück ins Regal.

Die Ärmel habe ich dann im Lagenlook zusammen genäht. Die Anleitung dazu fand ich bei Franzi im Blog Unsere Kreativwerkstatt. Es ist ja auch immer genial, mit dem Projekt zu wachsen und etwas Neues auszuprobieren.

Zur Unterbrechung des roten Farbtons wollte ich auch einen Streifen Blau zwischen Oberteil und Rock einbringen. Da habe ich mir einfach zwei 3,5 cm breite Streifen durch Anlegen der entsprechenden Schnittteile ober- und unterhalb meines blauen Sweats vorgezeichnet und ausgeschnitten.

Eigentlich, ja eigentlich wollte ich auch einen Unterrock dazu zaubern, um das Hochkrabbeln des Rocks an Strumpfhose und Leggings zu unterbinden. Aber im Stoffladen gab es gerade kein dehnbares Futter. Man hat mir zu einem Viskose-Stöffchen geraten, das ich in Hüftbreite zuschneiden und dann tailliert in Falten legen sollte. Ich hatte mir dann die Schnittteile für den Rock mit Mehrweite auf Packpapier vorgezeichnet und dann festgestellt, der Stoff reicht jetzt nur noch für ein Schnittteil. Herrjee, das muss ich dann mal irgendwie nachholen. Das wird jetzt alles zu kurz vor knapp mit zu vielen Unsicherheiten (bekomme ich dann trotzdem noch den Rock übergezogen???).

Die Overlock war wieder sehr brav und hat mir viel Zeit erspart. Mit meiner Zwillingsnadel habe ich auch wieder Frieden geschlossen. Und mein Mann hat ganz artig Fotograf gespielt. Was braucht frau noch zu Weihnachten, wenn sie das schon alles hat?! ;o)

Glücklich verlinkt bei RUMS.

Schnitt: Lady Ophelia als Kleid (von Mialuna)
Stoff: Baumwolljersey Joy Rentiere von Swafing aus dem örtlichen Stoffladen, petrol-blauer Sommersweat von Swafing, petrolblaue Bündchenware aus dem örtlichen Stoffladen









Alles Gute für frohe und schöne Festtage wünsche ich allen Lesern!

Sonntag, 18. Dezember 2016

Advent, Advent...

Fast hätte ich es verpennt...! Bei uns und bei meinen Schwiegereltern steht ein neuer nordischer Wächter, ähm nein, Begrüßer vor der Tür. Ein Swedisch Gnome, in den ich sofort verschossen war, als ich ihn bei Pinterest aufgelesen habe.

Eine ganz tolle Low-Budget-Deko, in unterschiedlichen Größen bastelbar. Sogar bei den Mützen kann man variieren.







Kurzanleitung für Bastelfreudige

Zutaten
Tannengrün (Anmerkung: Douglasie taugt bedingt, weil zu weich) - aus dem Garten
Tontopf (alt und gebraucht taugt auch) - aus dem Keller?
Rundholz in gewünschter Zwergenhöhe - Baumarkt, Kiefer reicht
Holzbrett - liegt bestimmt irgendwo in der Werkstatt des Mannes rum
Blumendraht - hat Frau doch irgendwie immer zu Haus...
Moos (Plattenmoos) - aus dem Wald *hust* oder aus dem Baumarkt/online-Handel
Sisal in Weiß (oder graues Island-Moos oder helle Wolle) - im Blumenladen freundlich fragen
Christbaumkugel aus Kunststoff in Rot - öhm, von Schwiegermutti?!
1 Holzschraube passend zum Durchmesser des Rundholzes, entsprechend lang - Werkstatt
Akkuschrauber mit passendem Bit - ist ja wohl auch in jedem Haushalt vorhanden

Das Brett muss passend zur Öffnung des Tontopfes geschnitten sein, aber so breit es geht, damit es in die Öffnung passt, wenn der Tontopf auf den Kopf gestellt wird. Viereckig kann es dabei bleiben, es muss nicht rund geschnitten werden. Mit dem Akkuschrauber das Rundholz mittig durchs Brett von unten fixieren. Notfalls mit einem dünneren Holzbohrer vorbohren. Den Schraubenkopf schön in das Brettchen versenken. Wer sich unsicher ist, ob der Schraubenkopf im Holz verschwinden wird, benutzt vorab einen Senker. Nun den Tontopf über das Rundholz stellen. Das Rundholz ragt dabei natürlich aus der unteren (jetzt oberen) Öffnung des Tontopfes.

Nun gebündelt, möglichst gleich lange Tannenzweige rund um das Rundholz mit dem Draht fixieren. (Hab ich jetzt nicht so darauf geachtet, sieht aber besser aus, wenn man es macht.) Ich beginne gern so, dass ich den Draht zuerst am Rundholz befestige und dann die Zweige drum herum binde. Das wird fortgesetzt, bis die gewünschte Zwergengröße erreicht ist. Dabei noch beachten, dass der Hut noch oben drauf kommt. Der Tontopf soll dann am Ende nicht mehr zu sehen sein. Oben formen die Zweige schon ein bisschen die Hutform mit. Schön alles festdrahten.

Jetzt kann mit dem Draht weiter das Plattenmoos zum Hut geformt werden. Alternativ kann man den Draht auch fixieren und weiter unten wieder neu mit Draht beginnen. Gleichmäßig rundherum nach oben das Moos umlegen und umwickeln. Oben angekommen, den Draht fixieren und unter dem Moos verstecken.

An einer schönen Stelle unter dem Moos-Hut die rote Kugel andrahten. Darunter dann den "Bart" (Sisal, Island-Moos oder Wolle) andrahten. Geht natürlich auch mit Bindfaden statt mit Draht. Fertig ist der süße Wächter!

Einen recht schönen vierten Advent wünsche ich Euch!

Mein Prototyp aus Douglasie