Donnerstag, 9. Februar 2017

Sunje als Indianerkleid

Nachdem ja nun die Faschingszeit ins Land gekommen ist, musste ich auch einmal das Fräulein Tochter befragen, als was sie sich in diesem Jahr verkleiden möchte. Die Wahl fiel auf ein Indianermädchen. Dergleichen befand sich natürlich nicht in unserer Verkleidekiste. Aber nun nähe ich doch! Da wird sich doch was machen lassen, dachte ich mir so.

Beim Stoffe stöbern stieß ich dann auf ein Beispiel-Kleid aus wunderschönem Tipi-Jersey in Beige-Orange. Wow, das sah einfach toll aus. Töchterlein an den Bildschirm geholt und befragt, was sie dazu meint. Gleich dazu noch den Stoffshop geöffnet und die möglichen Farben vorgestellt. Den Tipi-Jersey gibt es in Beige-Grün, Rot-Türkis und Hellblau-Mint. Das Töchterlein legte sich direkt auf Rot fest. Unumstößlich. Als Kombistoff hatte sie sich den passenden Hokahey-Jersey in Türkis ausgesucht. 


Nun zum Schnitt. Der Kleiderschnitt Sunje stammt aus der Feder von Kibadoo. Dort hatte ich mir im letzten Jahr bereits den Blusenschnitt MaCalla gekauft, aber leider immernoch nicht fertig genäht. Es waren mir zu dem Zeitpunkt einfach zu viele Schnittteile und etwas zu kompliziert. Die Zahl der Schnittteile ist bei der Sunje nun auch nicht gerade weniger. Bisher hatte ich keinen Schnitt, der mehr Teile erforderte (und dabei habe ich direkt die Kapuze weglassen wollen). Unglaubliche 26 Teile (ohne Kordel und Ösen) mussten zugeschnitten und zusammen genäht werden! Der Wahnsinn! Dazu muss noch jede Teilungsnaht abgesteppt werden.


ABER: nach dem Zuschnitt der Teile hat das Nähen einfach nur noch Spaß gemacht! Ein toller, sportlicher Schnitt, den man super zu so einem Indianermädchenkleid umwandeln kann, der dann noch alltagstauglich ist. Genäht habe ich die Größe 146/152, damit ist noch etwas Zuwachs enthalten. Abgesteppt habe ich mit dem gefühlt einzigen Zierstich meiner Nähmaschine (Sterne gäbe es auch noch). Die Ovi hat wieder ganz dolle geholfen, dass es trotzdem schnell gehen konnte.


 Unser Indianer-Mädchen ist glücklich und kann dann später ohne Fasching-Accessoires das Kleid auch im Alltag tragen.




Allerdings sind nach dem ersten Tragen bei der Hort-Faschings-Disco die Ösen ausgerissen... Sollte ja dank der Wonder Dots doch gar nicht passieren oder? Vielleicht auch Anfänger-Fehler? Zumindest musste ich hier nochmal den Bereich auftrennen und habe aus den Sweat-Resten der Taschen Rechtecke (mit Vliesofix und Tipi-Jersey unterlegt) aufgenäht. Die Ösenfarbe wurde dann auf Blau umgestellt. ;o) Fertig für die nächste Dorf-Faschingsfeier.


Mit neuen Ösen

Schnitt: Sunje von Kibadoo
Stoff: Bio-Jerseys Triangle-Tipi in Rot und Hokahey Gold dust von Stoffregen (gekauft bei Stoffonkel)
Ösen: von Snaply (mit Wonder Dots verarbeitet)


Verlinkt bei KiddiKram /LunaJu und Made 4 Girls.

Kommentare:

  1. Hallo Stefanie,
    da hat Deine Tochter eine kluge Wahl getroffen. Ohne Schminke ist das Kleid definitiv auch alltagstauglich. So hat sich für Dich die Mühe mit Zuschnitt, nähen, trennen und ausbessern auch auf jeden Fall gelohnt!
    Bleibt für mich die spannende Frage, was hat Dein Sohn für ein Kostüm bestellt? ;-)
    Liebe Grüße Priska

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  2. Ja,ne, find ich auch! Noch voll alltagstauglich anschließend.
    Der Herr Sohn hat sich mit nem geschenkten Ninjakostüm verkleidet. Da musste ich nur ne Naht ausbessern. Aber er steht in direkter Warteschleife für Hoodie, Pulli und Co.
    VLG und ein schönes WE für Euch, Stef

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