Mittwoch, 4. April 2018

Meine festliche Dira... mit Hindernissen

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Das Kleid Dira ist bestimmt schon drölfzigmal genäht und gezeigt worden. Im Vergleich zu einem Burda-Schnitt bestimmt auch keine besondere Herausforderung. Aber ich habe es irgendwie geschafft, aus diesem so schön anzuschauenden Schnitt eine Odyssee zu machen.



Es fing schon bei der Stoffwahl an. Dass ich eine Dira haben wollte, wusste ich direkt bei Veröffentlichung durch das kreative Duo Mira und Danie aka Prülla. Im heimischen Stoffladen fiel mir irgendwann und viel später ein Stöffchen ins Auge, der direkt danach schrie. Passte. Denn wir waren frisch zu einem 60. Geburtstag eingeladen. Perfekter Anlass! Nur im Stoffladen wusste ich nicht, wieviel Stoff ich brauchen würde. Am nächsten Tag war bereits so viel vom Stoff abverkauft, dass die verbliebenen 80 cm nicht ausreichten. Also auf Nachbestellung warten (die sich verspätete, ne?).



 Die zu nähende Größe entnahm ich der Maßtabelle und ging vom Brustumfang aus. Größe 44. Gut, das ist zwar für mich irgendwie erschütternd, aber mittlerweile nicht neu. Die fälligen Maße von Schulter zum Brustpunkt stimmten auch so knapp. Also los. Alles zugeschnitten, Paspel angenäht und Passe dazu, Ärmel dran. Oberteil angezogen. Passt nicht. Ausschnitt viel zu tief, Paspelband ebenfalls - Katastrophe! Auftrennen kam nicht in Frage, neu nähen auch nicht, Stoff alle. Grrr! Hätte ich mal früher anprobiert...



Durch den zu tiefen Ausschnitt dachte ich, nimm an den Schultern was weg, dann kommt das Paspelband auch wieder an die richtige Stelle. Die Belege waren schon angenäht, versteht sich... Also die Schultern zur Armkugel hin abgeflacht um ca. 2 cm eingekürzt. Die Belege in diesem Zug gleich mit. Jetzt standen die Ärmel oben aber ab wie bei Puffärmeln. Nur leider zu ungleichmäßig. Jetzt die Ärmel an dieser Stelle abgetrennt und zwei mal neu angenäht (erst geheftet, dann mit der Ovi, wir sind lernfähig).



Jetzt sitzt es ganz gut, finde ich. Die Rückenpartie liegt super an - der Osterspeck ist gut zu erkennen ;o)) Mit der Weite des Rocks bin ich noch nicht ganz zufrieden. Ich denke, ich werde mir wahrscheinlich noch eine schmale Variante daraus schustern. Außerdem rutscht mir der Beleg zu sehr herum, so dass ich ihn wohl doch festnähen muss. Aufgrund der schönen Stoffoptik und dem hoffentlich festlich erzielten Charakter des Kleides wollte ich das eigentlich nicht, aber ich werde mich damit bestimmt etwas wohler fühlen.



Für Tipps und Korrekturen bin ich Euch dankbar, denn beim Me Made Mittwoch finde ich die Kommentare der Leser und Teilnehmer immer unheimlich hilfreich. Aber ich glaube, das Beste ist, man probiert einfach zwischendurch mal den Sitz, um direkt anpassen zu können ;o)



Demnächst widme ich mich endlich wieder der Webware...

Schnitt: Dira von Mira - Kleine Naht ganz groß & Danie - Prülla
Stoff: Bio Jersey Gothic Roses vom Stoffonkel, gekauft im örtlichen Stoffladen


Dienstag, 3. April 2018

Hippity Hoppity - Meine Oster-Bunnies

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Yeay, Ostern ist vorbei. Gerade mal so. Also noch dicht genug, um meine ersten Quilt-Osterhasen zu zeigen. Bei den Muckis war es Liebe auf den ersten Blick sozusagen. Und es kostete so einige Überwindung, sich der Sache tatkräftig anzunehmen. Christiane von Lillelütt hat mir gut zugeredet und dann wurde die Hippity Hoppity Easter Bunny-Vorlage von Nadra meine.

Die Stoffe stammen alle aus meinem Stoff-Vorrat und wurden nicht extra für dieses Projekt angeschafft. Irgendwie bin ich ja auch ein Farben- und Muster-Legastheniker, daher bitte ich hier um Nachsicht in Kompatibilitäts-Fragen. Ich werde bei weiteren Quilt-Projekten auf bereits abgestimmte Stoffpakete zurück greifen ;o)



Nach einem Muster-Bunny am ersten Abend (und dem voran gegangenen Erwerb eines Patchwork-Lineals mit Inch-Größen) habe ich bereits am zweiten Abend alle drei lila Häschen zugeschnitten und vernäht. Es dauerte weitere drei Abende bis die dunkelgrauen Streifen zugeschnitten, die Fläche gequiltet und das Binding angenäht waren (natürlich per Hand!).



Die drei Hasen sollten schon von Anfang an eine Tischdecke für meine Freundin hergeben, also quasi eine Mitteldecke. Meine Freundin mag Lila und daher wollte ich auch Lila in Grau und Weiß in Szene setzen. Zum Fotografieren habe ich mir den Quilt an die Wand ge-tape-t. Sah irgendwie schon cool aus, fand ich. Werde ich für das nächste Osterfest mal frühzeitig für uns selbst mit einplanen.



Zum Quiltmuster lässt sich sagen, dass ich davon ja bis dato überhaupt keine Ahnung von hatte. Daher habe ich nach einigem Haare-raufen einfach diagonal drüber gesteppt. Ich hoffe, dass ich mit Hilfe von online-Lehrgängen etwas mehr Wissen dazu anhäufen kann.



Ein guter Vorsatz für das neue Jahr ist somit erfüllt: etwas Neues beginnen: Quilt-Decke nähen (stand gar nicht auf der To-Do-Liste; hatte selbst nicht daran geglaubt).



Schnitt: Baby Quilt Hippity Hoppity Easter Bunny von Ellis and Higgs
Stoff: Beechwood Park by Jenean Morrison für Free Spirits (z.B. hier), Metro Living grau von Robert Kaufman (z.B: hier), grauer Chambray

Verlinkt zu anderen kreativen Dienstagswerken bei CreadienstagHandmade on Tuesday und ganz neu diesmal zu Dienstagsdinge.

Donnerstag, 29. März 2018

Ein Kussecht-Shirt in Seegrün

... oder ist das Schilfgrün?! Zumindest ein Kussecht, soviel steht fest ;-)


Als Kleid steht dieser Schnitt schon länger auf meiner To-do-Liste, dass daraus jetzt eben ein Shirt entstanden ist, kommt eher einem eigenen Probenähen gleich. Für jemand anderen wollte ich nämlich den Schnitt als Shirt nähen und wollte die Passform vorab austesten.


Aus dem Reststück meiner ersten Else wurde somit dieses Kussecht-Shirt. In Größe 44 zugeschnitten, mit 3/4-Arm. Den Beleg des U-Boot-Ausschnittes habe ich mit meiner breiten Zwillingsnadel abgesteppt und finde das total klasse von der Optik! Die Spitzen der sich treffenden Belege habe ich per Hand in der Schulter-Nahtzugabe unsichtbar fixiert.



Das einzige, was mich noch ein bisschen stört, ist der Faltenwurf über der Brust. Den habe ich aber auch schon bei anderen Kussecht-Varianten gesehen. Er fällt mir besonders bei den Varianten mit den angesetzten Ärmeln auf. Vielleicht versuche ich beim nächsten Kussecht mal in der Oberweite noch eine Größe größer zu nähen. Aber wahrscheinlich liegt es einfach nur am Fledermaus-Schnitt. Muss ja irgendwo hin der Stoff, ne?


Alles in Allem aber ein echtes Wohlfühl-Teil mit Basic-Charakter, was ich sehr empfehlen kann. Die leicht ausgestellte Form am Bund wird durch einen weicheren Stoff als Sommersweat bestimmt gemildert. Und in Kleider-Variante erzeugt das mit Sicherheit eine schöne weibliche Silhouette. 


Schnitt: Kussecht von Jojolino, als Shirt genäht in Gr. 44
Stoff: Sommersweat schilfgrün/seegrün-meliert aus Stof-Sycenter Videbaek, DK


Verlinkt bei RUMS.

Montag, 26. März 2018

Ein Seelenwärmer fürs Kind - ein superschnelles Nähprojekt

An sich ging es hier gar nicht um Restverwertung, aber vom Wildleder-Imitat-Stoff meiner Weste war tatsächlich noch genau ein passend großes Stück übrig, das ich für mein Tochterkind verarbeiten wollte. Erst wurde der Rest zum Rechteck zugeschnitten und anschließend mit zwei kleinen Nähten zu einem Seelenwärmer vernäht.



Laut der sehr verständlichen Anleitung von Miss Knitness habe ich mein Kind vermessen und den Seelenwärmer in entsprechender Größe zugeschnitten. Allerdings habe ich ein paar Zentimeter in der Weite zugegeben, da genügend Stoff vorhanden war und ich dachte, notfalls geht es ja auch kleiner. Aber er passt so schon ganz gut (und sogar mir). Das Tochterkind kann ihn dann erfreulicherweise eine ganze Weile tragen.

 

Ein tolles, wirklich superschnell hergestelltes Kleidungsstück. Ich bin begeistert!

 

Verlinkt bei Made4Girls und Kiddikram / Lunaju.



Dienstag, 20. März 2018

Chinesisches Legepuzzle Tangram für die Kiddies

Um unsere Kiddies spielerisch herauszufordern, habe ich eine Idee, die ich beim Stöbern auf Pinterest gefunden habe, übernommen: ein Tangram-Puzzle zu nähen. Ich muss ja gestehen, dass ich keine Ahnung von Tangram hatte, bevor ich dieses Beispiel sah. Nach etwas Recherche fand ich diese Jahrhunderte alte Puzzle-Art total klasse. Die sieben Teile müssen so angeordnet werden, dass sie eine neue Figur ergeben, müssen sich berühren, dürfen sich aber nicht überlappen. Genau richtig, um unsere Kiddies geistig etwas mehr heraus zu fordern. Mehr nachdenken, weniger Blödsinn... ;o)

Fuchs und Hase sagen sich Gute Nacht...? ;o)

Ich habe dazu die eine Vorlage aus dem Internet heraus gesucht und ausgedruckt. Dann die Teile zerschnitten und auf SnapPap übertragen. Diese Stücke habe ich dann auf verschieden farbigen Filz knappkantig mit einem längeren Stich aufgenäht. Mit der Zackenschere habe ich die Kanten zurück geschnitten (auf dem Filz).


Zu Beginn haben wir einfach Lege-Vorlagen aus dem Internet heraus gesucht und nachgelegt. Danach sollten die Kinder selbst eigene Ideen entwickeln und dazu erklären, was sie legen wollten.


Ich glaube, bald muss ich für meinen Mann und mich zwei Sets nachlegen... Auch als Geschenk würde sich das gut machen!


Und damit die sieben Einzelteile bei uns nicht nach dem Puzzlen lose rumwabern, muss ich unbedingt noch eine kleine Tasche zum Verstauen nähen! Ich dachte da so an einen Briefumschlag aus Moosgummi...




Das sind nur zwei von wirklich unzähligen Lege-Varianten! Ein sehr empfehlenswerter Kreativ-Spaß!

Sonntag, 11. März 2018

Winter Tiere are going to Dress

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Bei uns darf noch Winter sein. Gerade weil das Tochterkind ganz spontan (ja, nur einen Monat Wartezeit ;o)) ein Winterkleidchen bekommen sollte. Eigentlich sollte der von mir oft gestreichelte und dann im KO-Verfahren gekaufte Wintersweat ein Hoodie werden. Es waren dann aber noch restliche 20 cm auf dem Ballen und die habe gleich vergünstigt dazu bekommen. Das MUSSTE ja ein Kleid werden.



Den passenden Kombistoff hab ich im Laden glücklicherweise auch gleich gefunden. Meine Schwägerin hielt mir dann noch den Microplüsch vor die Nase: "Für die Kapuze!" Aber jaaaa, gerne! Hier ist unser blaues Kuschel-Wuschel-Winterkleid mit den Winter Tieren von Swafing, die noch in vielen anderen Farbvarianten erhältlich sind.


Gegenüber dem ersten Sternen-Teen-Hipster-Dress habe ich hier nur eine Lage Taschenbeutel zugeschnitten und diese mit dem gefühlt einzigen Zierstich meiner Nähmaschine von vorn festgenäht. Auf Mädel-Wunsch in kontrastarmer Garnfarbe. Um das Kleid noch ein bisschen mädchenhafter zu gestalten, habe ich elastische Spitze gekauft. Die Farbwahl im Laden war etwas eingeschränkt, daher ist das Blau etwas dunkler, als eigentlich gewollt. Es war auch nicht so ganz einfach, die Spitze in korrektem Abstand an die Taschenkante zu bringen, da habe ich zuerst selbige mit einem einfachen Heftstich ca. 2-3 mm von der Kante aufgenäht, und dann das Bündchen festgesteckt und anschließend alles zusammen mit der Ovi vernäht. Anschließend habe ich auf der Spitze abgesteppt und dann nochmal an drei Stellen die Spitze an deren Außenkante auf dem Kleid per Hand festgenäht. Jetzt bleibt alles an Ort und Stelle. (Hab selten so viel geflucht getrennt!)



Bei der Kapuze habe an der Teilung des Außenteils meine neue, breite Zwillingsnadel zum Einsatz gebracht, um die Nahtzugabe festzusteppen. Ergibt komischerweise hier ein wunderbares Stichbild auf der Rückseite. Das habe ich mit der schmaleren Zwillingsnadel  leider irgendwie nie geschafft.



Der Saumabschluss ist ist ein Beleg aus dem Ärmelstoff, den ich in 4 cm Höhe zugeschnitten habe. Vorder- und Rückenteil sind bei mir unterschiedlich lang, daher habe ich direkt am im Bruch gelegten Kleidersaum die Länge auf den blauen Sweat übertragen. Mein wunderbares Patchworklineal leistet mir dann immer gute Dienste beim Abtragen der Höhe. Damit sich der Sweat nicht so böse einrollt, fahre ich die Kanten immer vor dem Annähen einmal mit der Overlock ab. Dann lässt sich der Streifen auch ganz artig annähen.



Dieses Kleid kann das Mädel wenigstens zur Schule anziehen. Das geht mit dem Onesie von vorletzter Woche leider nicht. Zumindest nicht in meinem Haushalt. Schön kuschelig warm, meint das Kind. Das stille Glück einer nähenden Mutter :o))



Schnitt: Teen Hipster Dress von NipNaps, Gr. 152
Stoff: Sweat "Raik" Winter Tiere in Blau von Swafing, blauer Wintersweat, Microplüsch sowie elastische Spitze - alles aus einem der örtlichen Stoffläden




Verlinkt bei Made 4 Girls und Lunaju/Kiddikram.

Dienstag, 6. März 2018

Eine Patchwork-Flötentasche

Nachdem ich schon vor zwei Jahren eine Flötentasche genäht habe, habe ich jetzt ganz spontan einer Schulfreundin meiner Tochter versprochen, dass ich ihr für ihre Schul-Flöte eine eigene Flötentasche nähen werde. Das gute Stück war nach dem Busfahren aus dem Ranzen gefallen und machte so mitten im Matsch einen recht traurigen Eindruck. Sowas kann ich ja haben! Die Mitleidsnummer zieht bei mir immer. Ich meinte natürlich die Flöte und nicht das Kind ;o)

Damit zumindest das Instrument keinen allzu schnellen Kontakt mehr zu Schmutz und Feuchtigkeit bekommt, habe ich mir einen Zuschnitt erdacht und aus verschiedenen Baumwoll-Stoffresten ein Vorderteil in der Gesamtgröße von 10 x 39 cm und ein Hinterteil von insgesamt 8 x 39 cm zugeschnitten bzw. -gepatcht. Für das Innenfutter (hier Cord aus einer abgelegten Kinderhose meiner Tochter // Jeans wäre sicher auch toll!) gelten gleiche Maße. Den Außenstoff habe ich mit Vliesline H630 verstärkt.


Nach dem Zusammennähen der einzelnen Stoffstückchen für das Vorderteil habe ich das dann der Länge nach geteilt, so dass ich 2 Stück Stoff in den Maßen 5 x 39 cm erhalten habe. Hier wird dann der Reißverschluss angenäht. Beim Einnähen jeweils ca. 1,5 cm vorn und hinten Abstand zur Kante einhalten, damit man später die Innen- und Außentasche auch separat zusammen nähen kann. (Wer es hier noch genauer wissen will, schreibe mich bitte an, ich könnte mich hinreißen lassen, eine kleine Anleitung dazu zu schreiben.)


Weil's einfach schöner aussieht, bekam der Reißverschluss noch Reißverschlussverstecker dran. Außerdem auch eine Handschlaufe. Dazu habe ich ein Stoffstück mit den ca. Maßen 22 x 8 cm ebenfalls mit H630 bebügelt, dann einmal der Länge nach zur Mitte gebügelt, wieder aufgeklappt und je an der langen Kante 1 cm eingeschlagen und auch gebügelt. Anschließend alles zusammen geklappt und der Länge nach mehrfach abgesteppt.


Unten habe ich noch einen letzten Rest Schrägband - ebenfalls abgesteppt und mit Schlüsselring versehen - befestigt. So kann die neue Besitzerin immer schön einfach den Reißverschluss öffnen. Zumindest ich persönlich mag das ganz gern.


Sogar die kleinen Stoffreste treffen an der Nahtkante ganz gut aufeinander. Das entlockt mir schon das eine oder andere Lächeln. Hoffentlich wird das Flötentäschchen dank der Laschen auch immer so gut befestigt sein, so dass es keine Abstürze erleben muss ;o)


Schnitt: eigener
Stoff: Baumwollreste, abgelegte Kord-Hose meiner Tochter, Endlos-Reißverschluss aus dem Fundus


Verlinkt zu anderen kreativen Dienstagswerken bei Creadienstag und Handmade on Tuesday sowie auch zu Upcycling-Linkparty bei facile et beau - Gusta.