Dienstag, 15. November 2016

Raketen-stark! Nähen für Weihnachten

Diesen Näh-Beitrag hole ich mal aus der Versenkung, denn die Weihnachtsrakete für meinen Herrn Sohn ist schon fast ein Jahr alt. Aber es ist November und da beginnt man im besten Falle - wenn nicht schon getan - mit den Weihnachtsvorbereitungen. Sonst wird es am Ende eng, weil ja jedes Jahr sowieso alles ganz anders kommt, als gedacht.



 Mein Sohnemann ist ein typischer Junge, Autos, Lego, Raketen, Fußball - alles gehört dazu. Superhelden auch, aber dazu komme ich später noch. Letztes Jahr also wünschte sich Herr Sohn eine Kuschelrakete zum Spielen. Und da ich ja gern alles ganz genau brauche, habe ich mir keinen Schnitt ausgedacht, sondern einen gekauft. Bei dawanda (klick). 

Und Start...

Die Stoffe hat sich der kleine Mann selbst ausgesucht. Man benötigt Stoff in zwei verschiedenen Mustern, etwas Filz und Kunstleder – ich habe statt Kunstleder hier auch Filz verwendet.

Unheimlich viele Schnitteile für einen Anfänger...

Zuerst werden die äußeren Raktenteile zusammen genäht und die Füße dann auch ausgestopft und per Hand verschlossen.

Nach zwei Abenden...

Rund an eckig nähen - ich grusel mich heute noch

Für das Mittelteil die bunten Stoffteile Rundung für Rundung alles aneinander nähen. Natürlich habe ich mal wieder nicht aufgepasst, wo oben und unten ist und musste dann eine Naht wieder auftrennen. Typische Anfängerfehler ... oder könnte es sein, dass mein Gehirn nach 23 Uhr etwa nicht mehr richtig arbeitet?

Sieht schon nach was aus oder?

Der Raketenkörper noch auf links.

Die Rakete nun wenden und schön prall mit Kissenfüllung (ich nehme Polyester-Hohlfaserbällchen) ausstopfen und anschließend die Wendeöffnung mit einem Matratzenstich (Leiterstich) schließen.

Dann die schon fertigen Raketenfüße per Hand fest an die Rakete nähen. Sie soll ja Stand haben, die Rakete, und die Füße sollen bei etwas robusterer Beanspruchung des neuen Kosmonauten auch nicht rumschlackern. Da fehlte mir in der Anleitung leider etwas mehr Input.

Tataaa!

Aber ich habe es geschafft und die Rakete steht auch auf ihren Füßen. Der Herr Sohn war überaus beeindruckt und die Rakete wird nun auch so oft es geht für Boden-Wartungsarbeiten (Kuscheln) vom Start abgezogen! Auch nach einem Jahr noch!

Verlinkt bei KiddiKram (LunaJu).

Donnerstag, 10. November 2016

Ein verspielter KNOPF.Schal für mich!

Hach nein, ich wollte doch so unbedingt einen neuen Schal. Bei modage bin ich auf ein supersüßes Exemplar gestoßen. Das spukte mir fortan im Kopf herum. Die mir selbst gestellte Bedingung war aber: Keinen Stoff kaufen, sondern die Lager etwas leeren. Grrr, das dauert wieder länger, als das Nähen selbst. Einen Abend und einen Vormittag lang habe ich nun immer wieder Stoff-Kombis vor mich hingelegt, gemessen und wieder verworfen.

Zwischendurch bin ich doch nochmal in den Stoffladen. Hatte schon Entzugserscheinungen, denn diese und letzte Woche habe ich mir mein "Ich brauch Stoff!" ganz doll verkniffen. Nächste Woche ist Nähmaschinenmesse und da gibt es Angebote!!! Und eine Overlock für mich. Hoffentlich. Aber ich schweife ab.

Mal davon abgesehen, dass ich im Stoffladen "nur" eine Ösenzange, Ösen und eine Steckschnalle kaufen wollte, habe ich DEN Stoff für meine Wunschversion der Tante Hertha gefunden. Zudem ist der Stoff supersupersuper für einen weiteren KNOPF.Schal für eine meiner liebsten Freundinnen geeignet. Also gleich einen weiteren Meter davon eingesackt und mich wieder ernsthaft daran erinnert, dass ich ja vorhandene Stöffchens nutzen wollte. Ich schweife schon wieder ab oder?

Also der Jolijou-Feincord, der bereits für eine Reißverschluss-Eule (leider ohne Foto) genutzt wurde und eigentlich für ein Winterkleid meiner Tochter vorgesehen war, erhielt den Zuschlag für die Außenseite. Etwas verspielt ist er ja schon, aber bunt in trüber Jahreszeit geht immer, denk ich. Für innen gab's einen passenden lila Jersey, der als Kombistoff für Töchterleins glitzerndes Hafenkitz Gold-Hängerchen Verwendung fand.

Knöpples hatte ich auch genug (freufreu). Dann genug geredet, hier bitteschön, der leicht verspielte KNOPF.Schal aus dem Adventskalender von leni pepunkt (Tür #22 aus dem Jahr 2013!!). [Ich renne der Zeit hinterher, hätte ich nur früher mit dem Nähen angefangen...!]




Verlinkt bei RUMS.

Sonntag, 6. November 2016

Hipp-Hipp HipBag!!!

Der Download und das Zurechtschneiden eines Schnittmusters lohnen sich ja erst, wenn man dieses dann auch mehrfach nutzt oder? Daher geht die HipBag von Schnabelina heute in die zweite Runde... Naja, vielleicht auch vor allem, weil sich die Tochter-Freundin GENAU SO EINE! zum Geburtstag gewünscht hat. Die Stoffauswahl oblag dann ebenfalls nicht meiner Phantasie. Die angehende 8-jährige hat das dann auch gleich selbst übernommen. Taschenstoff, Gurtband und Webband wurden höchstselbst auserwählt. Ich durfte allenfalls die Anordnung derer mit entscheiden. "Und ein Karabiner muss ran, den brauch ich auch!" Jawohl!

Da ist sie nun, die neue blaue HipBag für das November-Geburtstagkind. Ich hoffe, das Mädel wird sie auf ihren Wanderungen und Erkundungstouren gut nutzen können.

PS: Meine Tochter möchte natürlich jetzt auch eine... ;o)

Schnitt: Schnabelinas Freebook.
Stoffe: aus dem Vorrat







Mittwoch, 2. November 2016

Regenbogenbody für eine kleine Prinzessin

Hach, Babies... Gerade im Alter von drei Monaten sind sie gerade so schön knuffig und propper. Das Köpfchen muss nicht mehr gestützt werden, kleine Speckröllchen machen das Kind so schön handlich. *seufz*

Nun hat eine "alte" Freundin gerade ihre Familienplanung umgesetzt und präsentiert mir ein solch knuddeliges Wesen. Klar doch, dass ich da dann doch nochmal schwach werde und mich an Babykleidung versuche, obwohl der NÄHZug an mir bei meinen eigenen beiden Kindern irgendwie damals vorbei gefahren ist.

Sehr glücklich war ich dann ja, dass ich bei Schnabelina ein Babybody-Freebook gefunden habe. Mit der Babymutti habe ich abgesprochen, dass die Größe 74 die nächste Größe sein wird und dass ein Langarm-Body gerade in der nahenden kälteren Jahreszeit perfekt wäre.

Die Qual der Wahl gab es dann wieder beim Stöffchen. Ich wollte nicht im WWW kaufen. Die Zeit vor dem vereinbarten Besuchstermin war zu knapp und ich sehe die Stöffchen in diesem Fall gern persönlich an und streichle drüber. Die Auswahl in den örtlichen Stofflädchen war jetzt nicht riesig, aber der Lillestoff ist mir gleich entgegen gesprungen. Mädchen, rosa, passt. Und das Motiv!!! Wie süß ist das denn bitte?!

Der Regenbogenbody-Schnitt ist total toll, finde ich. Es gibt einen Link zum online-Video. Da kann man wirklich nichts falsch machen. Das lief bei mir alles wie am Schnürchen. Einzig die Jersey-Drücker haben bei mir Schweißausbrüche verursacht. Ständig sind die Teilchen verrutscht und ich musste die teilweise schon verhakten Ober- und Unterteile wieder voneinander lösen. *grmpffff* Aber mit 3 Stück Verlust habe ich es dann geschafft und werde mir demnächst eine Jersey-Drückerzange besorgen! Im Video sah das so viel einfacher aus. Und abends im Haus mit dem Hammer hantieren sorgt ja auch nicht gerade für friedlichen Kinderschlaf.

Auf jeden Fall wird so ein Body nochmal genäht. Weiterer Freundeskreis-Nachwuchs ist im Anmarsch. Ich freue mich drauf!!!

Schnitt: Regenbogenbody von Schnabelina
Stoff: Bio-Jersey Lillestoff Sterntaler
Bündchenware: Glattes Bündchen in Altrosa, meliert, aus dem örtlichen Stofflädchen

Verlinkt bei lilleLiebLinks, sew mini und bei KiddiKram (LunaJu).


Mit diesen Schnitt-Teilen ging es los

Den Ausschnitt feststecken und -nähen

Die Ärmel sind dran!

Tataaa!

Detailfoto von Motiv & Ausschnitt 

Detailfoto von den Bündchen

Von hinten

Sooo süß!!! 

Vorn vorn fertig mit Jersey-Drückern


Samstag, 29. Oktober 2016

Pullerbüxen für die Kleinen

...klingt komisch? War für mich auch neu. Aber der Schnitt hat mich einfach hingerissen. Die Pullerbüx von Lyn, die ich vor kurzem auf ihrem Blog Lynaed gefunden hab, hat sofort mein Interesse geweckt und ich habe dann nur auf den Moment gewartet, dass sich mal wieder ein Wachstumsschub bei den Kindern bemerkbar macht. Nun ist es endlich soweit!

Ein prima Projekt, um ein paar Jersey-Reste zu verwerten ist es noch dazu!

Für welches Kind welche Büx ist, brauche ich wohl nicht zu schreiben. Der Schnitt war recht einfach zu verstehen. Nur beim Schrittteil habe ich nicht ganz verstanden, was nach vorn und was nach hinten gehört. Hier zog dann wieder das Ausschluss-Verfahren: welche Seite passt an das Vorder-/Rückteil am besten? Das Schrittteil habe ich gleich doppelt zugeschnitten und statt der im Schnittmuster empfohlenen Beinbündchen habe ich einfach einmal umgeschlagen und mit Zickzack festgesteppt. Das passt so einfach auch super. Für das Bündchen oben habe ich bei den Mädchen-Versionen einfach Jerseystreifen verwendet, bei dem Jungs-Exemplar glatte Bündchenware.

Da ich für mein Töchterlein gleich die nächste Größe nähen wollte, habe ich 146 zugeschnitten. Allerdings die Büx fiel so groß aus, dass ich fast selbst hinein passe. Also nochmal neu angefangen und diesmal die 134 ohne zusätzliche Nahtzugaben genäht. Das passt dem Kind, obwohl sie bereits bei 140 angelangt ist. In die andere Büx wächst sie ja sicher noch rein.

Dem Herrn Sohn ist die genähte 116 mit Nahtzugaben noch etwas zu weit, obwohl das genau seine Größe sein sollte. Aber auch er wird (leider) weiter wachsen. Der Tragekomfort wird sich dann beweisen müssen. Die gekauften Unterhosen haben vorn ja etwas mehr Weite. Wir werden sehen. 

Für Mädels auf jeden Fall ein tolles Teil!

Ich freue mich wieder über gelungene Nähte und Übergänge und die Kiddies über ihre individuelle Unterwäsche! Bald sind endlich die Socken dran...!

Stoff: Jersey-Reste von hier und hier
Schnitt: Freebook Pullerbüx von Lynaed

Verlinkt bei KiddiKram (LunaJu).


Von vorn 


Von hinten

Groß und klein...

Das Trio

Meine Lieblingsnaht... ;o)



Mittwoch, 26. Oktober 2016

Divided Basket als Baby-Willkommens-Geschenk

Divided Baskets haben ja ihre Daseinsberechtigung. Immer ein tolles Geschenk. Macht optisch richtig was her und fordert einen auch jedes Mal wieder ein kleines bisschen heraus.

Eine meiner "ältesten" Freundinnen hat gerade ein Baby bekommen und ich freue mich, dass wir nach längerer Zeit des aus-den-Augen-Verlierens so einen schönen Anlass haben, uns wieder zu sehen. Ein Divided Basket kommt mir da gerade recht!

Dieses Mal habe ich mich bei der Stoffwahl richtig ins Zeug gelegt. Eigentlich wollte ich ja gern etwas aus der Stoffserie Sweet as honey von Art Gallery Fabrics nähen (gesehen hier). Aber ich habe leider keinen Händler finden können, bei dem ich mir die benötigten Designs hätte kaufen können. Daher habe ich mich für eine andere Kombination entschieden. Glücklicherweise alle im selben Shop erhältlich.

Stabilisiert habe ich wieder mit Annies Soft & Stable. Die Fronttasche wurde nicht verstärkt. Das Binding sowie die Handles habe ich selbst hergestellt.

Das Utensilo steht schön stabil und kann als dekorative Aufbewahrung für Baby-Zubehör, wie Cremes, Windeln, Schnullerketten, Babyöl & Wattepads und was man sonst so für die Baby-Pflege gebrauchen kann genutzt werden.

Ich hoffe nun, meine Freundin freut sich darüber und kann es für ihr kleines knuffiges Baby-Töchterlein verwenden...!

Schnitt: Divided Basket von Noodlehead
Genutzte Baumwoll-Stoffe von hier:
Aufsatztasche, Handles: Calliope C3201 rosa von Riley Blake 
Binding, Handles, Trenner / Divider: Metro Living grau von Robert Kaufman
Futter: Imaginarium Camelot rosa-grau
Außen: Gray Geo Camelot grau-weiß

Heute mal verlinkt bei After-Work-Sewing. (Ist ja auch so...)











Donnerstag, 20. Oktober 2016

Keramik für Geburtstagskuchen

"ein kleines Stück fürs Glück.... ein großes Stück macht dick. Drum essen wir die kleinen Stücke, lauter süße kleine Glücke!" Das Liedchen kennen wohl die meisten Eltern. Und damit für die kleinen (und großen) Kuchen-Glücke auch ein exponiertes Plätzchen geschaffen wird, habe ich mich bei meinem letzten Besuch in der Tuscherei dazu hinreißen lassen, eine Tortenplatte zu bemalen. Gewagtes und gewaltiges Projekt...

Bisher habe ich mich ja eher an kleinere Flächen getraut und nun sowas. Das wird gesehen, das muss gut werden! Naja, zumindest sollte ich einigermaßen zufrieden sein. Ich habe mir fast eine Stunde Gedanken gemacht, wie ich die Tortenplatte gestalte, Büchlein gewälzt, Ideen gefasst und wieder verworfen. All das, während meine beiden begleitenden Damen bereits mit den Farben "kämpften" und sogar schon das erste Stück ihrer Wahl fertig gestellt hatten!

Ganz gewagt habe ich mich dann für Zentangle-Formen entschieden - nur leider ohne Plan, wie ich diese runden Formen mit dem PINSEL(!) auf die Keramik bringe. Mit Bleistift und Fineliner ist das bestimmt gar nicht mal so schwer, aber mit dem Pinsel?! Was habe ich mir nur dabei gedacht?

Nun stand ich unter Zeitdruck und musste nach dem dreifachen Grundieren der Tortenplatte (mit Weiß) ja mal anfangen. Mich zieht es eigentlich gern zu maritimen Motiven. Was gibt es da für tolle Muster?! Aber auf einer Tortenplatte??? Nee oder? Begonnen habe ich dann mit der Mitte und zwar mit dem Muster Zinger. Als das geschafft war, dachte ich an etwas einfacheres und bog dann in Richtung Variation von Printemps ab (im Buch stand zwar DiscBee zu diesem Muster, aber das habe ich im www unter diesem Namen nicht finden können). Vielleicht gibt es sogar einen richtigen Namen für diese Variation. Zumindest soviel ist sicher, richtig oder falsch gibt es beim Zentanglen oder Zendoodlen nicht. Wunderbar oder?




Für alle Printemps-Kreise am Rand habe ich dann etwas mehr als eine Stunde benötigt. Danach noch schnell ein paar Farben ranholen lassen und alles im Eiltempo auspinseln. Ja, entspanntes Tuschen klingt wohl anders. Aber ich habe bereits die vierte Stunde im Laden verbracht und der Ladenschluss stand an! Den Tortenfuß habe ich dann am Folgetag "fix" fertig gestellt. Die Grundfarbe der Zinger-Blumen im Farbverlauf mit leichter Aufwärtsspirale. Dann noch die kleinen Spiralen drauf, um das Muster von der Platte noch einmal aufzugreifen. Halbe Stunde - und fertig! 




Dann eine Woche  l a n g  bange warten, wie das alles nach dem Brennen wohl ausschaut?!


Und tataaa:






Ich muss sagen, dass ich wirklich sehr zufrieden mit meinem vierten Werk aus der Tuscherei bin. Und die Ideen-Schublade ist schon wieder etwas angefüllt. Schließlich steht Weihnachten bevor!!!

Mit dem Zentanglen habe ich noch nicht einmal an der Oberfläche gekratzt, von dem, was alles geht. Und es ist wirklich wunderbar entspannend! Die letzten drei Stunden in der Tuscherei habe ich tatsächlich überhaupt nicht gefühlt. Ich kann jedem nur raten, das mal zu versuchen. Kleines Büchlein in die Tasche, zwei Stifte dazu und ausprobieren! Geht ja auch ohne Keramik und so vor allem schneller.

Und weil das Tortentellerchen für mich ist, gehe ich damit heute zu RUMS! ;o)